Rettungsschwimmer bereit für die Badesaison 08


dlrg1.jpgDie Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft –DLRG- Landesverband Niedersachsen konzentriert sich bereits auf die kommende Wassersport- und Badesaison. Bereits zu Ostern sind die ersten DLRG-Stationen einsatzbereit. An die 6000 Rettungsschwimmer stehen für ihren Einsatz für die bevorstehende Wachsaison in Niedersachsen parat. In den vergangenen Tagen gab der Niedersächsische Landesverbandspräsident der DLRG, Hans-Jürgen Müller aus Leer, auf verschiedenen Konferenzen und Sitzungen im ganzen Bundesland die statistischen Zahlen der DLRG Niedersachsen bekannt. Einige Zahlen aus der imposanten Bilanz 2007 möchten wir hier vorstellen: Im Jahre 2007 leisteten die niedersächsischen Wasserretter 213407 Wachstunden an den Gewässern und Bädern in unserem Bundesland. Hierbei wurden 64 Menschen vor dem Ertrinken gerettet. 3 dieser Rettungen sind unter Lebensgefahr für den Rettungsschwimmer erfolgt.

Bei 5562 Personen mussten Helferinnen und Helfer der weltgrößten Wasserrettungsorganisation Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten.

Die über 290 DLRG-Motorrettungsboote sind zu 1238 Wassersportlern ausgelaufen, um dort Hilfeleistungen zu erbringen. Hinzu kommen noch 407 Einsätze im Rettungsdienst und 479 Einsätze bei denen nochmals außerhalb des Wassersports technische Hilfeleistungen für den Bürger erbracht werden mussten.

Für die Ausbildung von Schwimmern, Rettungsschwimmern, Katastrophenschutzhelfern, Bootsführern, Funkern, Tauchern und Ausbildern sowie für die Weiterbildung von Multiplikatoren wurden nochmals 357924 Stunden ehrenamtlich geleistet.

Die DLRG ist und bleibt in Deutschland die „Nummer Eins“ in der Schwimmausbildung:

33576 Bürgerinnen und Bürger haben an Schwimm- und Rettungsschwimmkursen bei der DLRG in Niedersachsen teilgenommen. Das sind knapp 7,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Trotz aller Widrigkeiten, wie beispielsweise Bäderschließungen und Kürzungen der Zuschüsse, leistete der DLRG Landesverband Niedersachsen mit seinen 313 Gliederungen einen wichtigen Beitrag dafür, dass die Schwimmfähigkeit der Deutschen, besonders der Kinder im Grundschulalter, gesteigert werden konnte.

In Erste-Hilfe-Seminaren haben sich 6919 Bürgerinnen und Bürger schulen lassen.

Leider sind in Niedersachsen auch wieder mindestens 54 Personen ertrunken. Hiermit rangiert Niedersachsen an 3. Stelle im bundesweiten Vergleich. Nur in Bayern und Nordrhein Westfalen gibt es mehr Ertrinkungstote. Die meisten Ertrunkenen sind an unbewachten Gewässern zu verzeichnen. Auch ältere Menschen gehören zu dieser Personengruppe.

Insgesamt kann aber resümiert werden, dass auf Grund des kühlen und regnerischen Sommers 2007 sowohl die Hilfeleistungen als auch die Zahl der Ertrunkenen bemerkbar rückläufig waren. Die Leistungsbilanz der ehrenamtlich arbeitenden Wasserretter in Niedersachsen ist dennoch beeindruckend. In den Kernkompetenzen der DLRG wie zum Beispiel die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, den Wasserrettungsdienst und den Katastrophenschutz sind ordentliche Zuwachsraten erzielt worden.

Im Jahre 2008 will die DLRG ihrer Agenda gerecht werden und die Ausbildung der Luft- und Strömungsretter für den Hochwassereinsatz ausbauen und intensivieren.

Ralf Zimmermann

Leiter der
Verbandskommunikation

DLRG-Landesverband Niedersachsen Rückfragen: 04488/833-126 oder 04403/7232

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