Rettungshunde finden gestürzte Seniorin


Bad Blankenburg (FW) – Rettungshunde haben in der Nacht zu Dienstag (06.05.2014) in Bad Blankenburg maßgeblich dazu beigetragen, dass eine Seniorin gerettet werden konnte.

Die 85-jährige Frau war bei einem Spaziergang in der Nähe der Burg Greifenstein in einem Wald gestürzt und einen Abhang hinuntergerutscht. Dabei verklemmte sich ihr Arm zwischen zwei Baumstämmen. Allein konnte sie sich nicht befreien.

Der Sohn der Frau meldete seine Mutter nach einiger Zeit als vermisst. Zunächst suchte die Polizei mit eigenen Kräften, einem Fährtenhund und Hubschrauber nach der Vermissten. Am späten Abend alarmierte man dann zusätzlich die Rettungshundestaffeln des DRK Rudolstadt und Eisenach sowie die Feuerwehr-Rettungshundestaffel Marlishausen.

Gegen 01:20 Uhr konnte ein Rettungshund die Frau aufspüren. Sie wurde von Helfern aus ihrer misslichen Lage befreit und dem Rettungsdienst übergeben. Nach Erstversorgung kam sie zur Beobachtung in ein Krankenhaus.

Die Feuerwehr-Facheinheit Rettungshunde/Ortungstechnik Thüringen weist darauf hin, dass Rettungshunde schneller hinzugezogen werden sollten, um in Not geratenen Menschen unverzüglich helfen zu können. Bisher vergehe zu oft wertvolle Zeit.

One Response to “Rettungshunde finden gestürzte Seniorin”

  1. Daniel on Mai 8th, 2014 17:37

    Da kann man sich der Feuerwehr mal anschließen. Normalerweise vergeht in der Tat zuviel Zeit bis Rettungshunde angefordert werden. Das geht von mehreren Stunden bis Tagen seit dem Abgangszeitpunkt. Grund ist oftmals einfach das Unwissen der Einsatzleiter vor Ort, die wenig bis gar nichts über Rettungshunde und ihre Einsatzmöglichkeiten wissen. Zudem sind die Nasen der Hunde in einigen Belangen überlegen. So schafft ein Hund, je nach Schwere des Geländes, rund 30.000 m² in 20 Minuten abzusuchen und sich dabei auch agiler und schneller durch das Gelände zu bewegen, als eine Suchkette. Wenn man in der Anfangsphase 5 Hunde parallel einsetzt, bräuchte man schon sehr viele Einsatzkräfte, um diese 150.000m² mit Menschen abzusuchen. Auch ist der Hundenase die Dunkelheit egal, sowie ob eine Person sich auf einem Baum oder in einem Erdloch versteckt. Da helfen auch kaum Taschenlampen und Wäremebildkameras der Feuerwehr.

    Natürlich kann man nicht aus jeder Vermisstensuche, einen Rettungshundeeinsatz machen. Somit braucht es schon einen Abgangspunkt und man muss davon ausgehen können, dass die Person noch lebt. Denn ein Rettungshund ist kein Leichenspürhund.

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