Rettungsassistent erleidet Rauchgasintoxikation


Wedel  (FF) – Ein Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus hat am frühen Mittwochmorgen in Wedel einen Toten und zwei lebensgefährlich verletzte Personen sowie mehrere Leichtverletzte gefordert. Die Freiwillige Feuerwehr Wedel war mit 41 Kräften im Einsatz.     

Die Freiwillige Feuerwehr Wedel war gegen 04:50 Uhr alarmiert worden. Noch auf der Anfahrt erhöhte die Leitstelle das Einsatzstichwort. An der Johann-Dietrich-Möller-Straße stand eine Wohnung im ersten Stock des dreigeschossigen Wohnblocks in Vollbrand. Mehreren Personen aus den anderen Wohnungen war der Fluchtweg durchs verqualmte Treppenhaus abgeschnitten.

Die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Wedel drangen unter schwerem Atemschutz in das Gebäude ein. Sie retteten aus dem Treppenhaus und der direkt betroffenen Wohnung drei Personen. Ein Mann starb noch an der Einsatzstelle. Die beiden anderen – ein Mann und eine Frau – erlitten lebensgefährliche Brandverletzungen. Sie wurden ins Krankenhaus Hamburg-Boberg eingeliefert, das über Spezialbetten für dieses Verletzungsmuster verfügt. Weitere fünf Personen aus den darüber liegenden Wohnungen über die Drehleiter gerettet, ein Bewohner übers Treppenhaus. Drei von ihnen erlitten leichte Rauchgasvergiftungen, wurden aber nicht ins Krankenhaus eingeliefert. Eine Rettungsassistenten wurde mit gleichen Symptomen im Krankenhaus Wedel behandelt.

Für die Löscharbeiten setzte die FF Wedel unter schwerem Atemschutz drei C-Rohre ein. Es kamen zwölf Atemschutzgeräteträger zum Einsatz. Die Wohnung brannte komplett aus. Nach etwa zwei Stunden wurde die Einsatzstelle von der Feuerwehr an die Polizei übergeben. Seitens des Rettungsdienstes (RKiSH und Berufsfeuerwehr Hamburg) waren vier  RTW, drei  NEF, ein leitender Notarzt und ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst im Einsatz.

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