Rauchmelder statt Sirene?


Thomas Schulze/GNUBerlin (rd.de) – Der Kalte Krieg ist vorbei und die meisten der 80.000 Sirenen wurden abgebaut. Trotz hochfliegender Hightech-Pläne, feht in Deutschland heute ein praxistaugliches Warnsystem.

Die Bundesregierung will derzeit noch 35.000 Sirenen in Deutschland gezählt haben. Der Bund hat auch den zentralen Alarmknopf in der Hand, um diese Sirenen im Falle eines militärischen Angriffs zu bedienen. Eine flächendeckende Warnung auf Landesebene ist heute kaum noch möglich. Statt des Ausbruchs kriegerischer Handlungen, bräuchte es ein System zur Bevölkerungswarnung für Überschwemmung, Waldbrand und Co.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) drängt darauf, die Frage zu lösen. Kritische Infrastrukturen plus Terrorgefahr machen ein schnelles Handeln erforderlich. Ideen zur Bevölkerungswarnung gab es in den vergangenen Jahren viele: Rauchmelder mit Funkdurchsagefunktion, sprechende Funkuhren, SMS-Warnungen per Handy, doch den Weg in die Haushalte hat derzeit keines der Systeme angetreten. Auch eignen sich die meisten Ideen nicht dazu, die schlafende Bevölkerung zuverlässig zu wecken. Nur die alte Sirene, die kann all das.

Bund und Länder beraten über die denkbaren Lösungsansätze.Favoriten der Diskussion sind laut einem Bericht der Saarbrücker Zeitung, die modernen, sprechenden Rauchmelder, die verpflichtend vorgeschrieben werden könnten oder eben die Wiederbeschaffung der guten alten Sirene.

(Foto: Thomas Schulze / GNU)

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