Präzisionsarbeit: Eisrettungsübung aus der Luft


Schlehdorf (pm) – „Präzision und Koordination  sind Voraussetzung, um im Notfall Leben retten zu können,“ erklärte Ingo Roeske, Chef der Spezialeinheit der Luftretter der Wasserwacht Bayern in der Schlehdorfer Bucht. Bei einer groß angelegten Übung trainierten rund 25 Retter der Wasserwacht Bayern gleich mit 14 Piloten der Bundes- und der Landespolizei verschiedene Rettungsmethoden aus der Luft und aus dem Eis.

„Es gibt in der Eisrettung drei verschiedene Methoden: Die Rettung mithilfe einer Winde, dem Rettungsseil und jeweils einem Wasserretter. Die dritte Methode ist ganz ohne weitere Unterstützung durch den Retter, nur mit der Hilfe eines Seils,“ so Roekse weiter.

Für die Übung hatte Roeske einen ganzen Tag angesetzt: „Der Pilot kann die Opfer im Eis unter der Maschine nicht sehen. Deshalb stehen im Ernstfall Piloten und Wasserretter enorm unter Stress.“ Er leitete die Übung nach exakt fest gelegten Verfahrensanweisungen, die von der Wasserwacht Bayern vor rund sieben Jahren gemeinsam mit Luftwaffe, Polizei und Bundespolizei entwickelt wurden. Nur wer regelmäßig trainiert und an den jährlichen Übungen teilnimmt, erhält das begehrte Zertifikat der Luftretter der Wasserwacht Bayern.

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