Paulinchen kämpft gegen Verbrühungen im Kindesalter


Norderstedt (pm) – Paulinchen, die Initiative für brandverletzte Kinder e.V., hat gestern am bundesweiten „Tag des brandverletzten Kindes“ auf die unverändert hohe Anzahl von Verbrühungsunfällen hingewiesen.

Jedes Jahr werden allein in Deutschland mehr als 30.000 Kinder unter 15 Jahren mit thermischen Verletzungen ärztlich versorgt. Davon haben ca. 6.000 Kinder so schwere Verbrennungen oder Verbrühungen erlitten, dass sie stationär behandelt werden müssen. „Wir wissen, dass 76 % dieser Kinder zur Altersgruppe unter 5 Jahren gehören. Deshalb ist es wichtig, mit der Prävention ganz früh anzusetzen und Familien möglichst schon in der Schwangerschaft über Unfallgefahren zu informieren“, konstatiert Adelheid Gottwald, Vorsitzende der Paulinchen-Initiative für brandverletzte Kinder e.V.

Die Verbrühung mit heißen Flüssigkeiten wie Kaffee, Tee und heißem Wasser ist eine der häufigsten Unfallursachen im Kleinkindalter. „Bereits eine Tasse mit heißem Tee reicht aus, um bis zu 30 % der Körperoberfläche eines Kleinkindes oder Säuglings zu verbrühen“, sagt Prof. Dr. med. Karin Rothe, Chefärztin der Klinik für Kinderchirurgie an der Charité. „Thermische Verletzungen sind sehr schmerzhaft und ziehen einen langen Behandlungsprozess nach sich. Diese Unfälle verändern das Leben der ganzen Familie.“

Gestern wurde am „Tag des brandverletzten Kindes“ ganz besonders auf die Verbrühungsgefahren im Kleinkindalter, vor allem auch auf präventive Maßnahmen, hingewiesen werden. Auf der neuen Website www.tag-des-brandverletzten-kindes.de sind weitere Informationen abrufbar.

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