Patient dreht durch


Geisenfeld (pol) – Am Mittwoch (8.7.09) wurde ein BRK-Rettungswagen und ein Notarzt zu einem nicht ansprechbaren 28-jährigen Mann gerufen. Der Notarzt hatte mit seiner Behandlung kaum begonnen, als der Patient wach wurde und auf den Notarzt losging.

Die Mutter des 28-Jährigen setzte den Notruf ab. Der zunächst eingetroffene Notarzt wurde bei Beginn der Behandlung plötzlich von dem 28-Jährigen massiv angegangen, verbal bedroht und verweigerte die ärztliche Behandlung. Der Arzt verließ daraufhin sofort die Wohnung, wurde aber von dem jungen Mann bis auf die Straße verfolgt.

Inzwischen war vor dem Haus auch ein Rettungswagen eingetroffen. Der 28-Jährige zielte mit einer Softair Waffe, die einem Sturmgewehr ähnelte, auf die Besatzung des Sanitätsfahrzeuges und gab hörbar mehrere Schüsse ab. Inwieweit tatsächlich zugehörige Munition vewendet wurde, wird derzeit abgeklärt. Das Schussgeräusch der Waffe war von mehreren Zeugen deutlich hörbar.

Nun versuchte der Täter in das Rettungsfahrzeug einzudringen und die Scheibe einzuschlagen. Dies konnte von der 26-jährigen Fahrerin des RTW verhindert werden, indem sie davonfuhr. Der Angreifer schlug nun am Notarztwagen die Seitenscheibe ein, riss den Außenspiegel ab und beschädigte das Blaulicht. Inzwischen mit einem Leitpfosten bewaffnet, lief er nun dem zu Fuß stadtauswärts flüchtenden 56-jährigen Notarzt hinterher.

Bevor er ihn erreichen konnte, wurde er von einer inzwischen eingetroffenen Streife der Polizeiinspektion Geisenfeld festgenommen. Durch eine sofortige Fesselung durch die Beamten war es dem offensichtlich angetrunkenen 28-jährigen nicht mehr möglich Widerstand zu leisten.

Die 26-jährige Rettungsassistentin erlitt einen Schock, die RTW-Besatzung begab sich vorsorglich in ärztliche Betreuung. Der Notarzt blieb unverletzt.

Die Polizeiinspektion Geisenfeld ermittelt nun wegen Bedrohung, gemeinschädliche Sachbeschädigung, Verstoß gegen das Waffengesetz und Körperverletzung.

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