Passagier von Kreuzfahrtschiff abgeborgen


Bremen (DGzRS) – Nach einem Herzinfarkt musste am Sonntag ein englischer Passagier des Kreuzfahrtschiffes „MSC Armonia“ etwa 80 Meilen nordwestlich von Helgoland per Hubschrauber abgeborgen werden. Das Kreuzfahrtschiff der italienischen Reederei MSC befand sich auf der Reise von Bergen (Norwegen) nach Dover (Großbritannien).

Um 15.03 Uhr nahm der Kapitän der „MSC Armonia“ Kontakt zur Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) auf und bat um Unterstützung bei der Rettung des Passagiers.

Die Seenotleitung alarmierte darauf den auf Helgoland stationierten Seenotkreuzer „Hermann Marwede“, da die mögliche Abbergung durch einen Hubschrauber aufgrund durchziehender schwerer Gewitterfronten zunächst unsicher erschien. Der Kreuzer nahm Notarzt und Rettungssanitäter an Bord und lief der zu diesem Zeitpunkt noch 113 Seemeilen entfernten „MSC Armonia“ entgegen.

Um 16.28 Uhr übernahm der Hubschrauber der Deutschen Marine in einem Winchmanöver in der Deutschen Bucht vom Seenotkreuzer Arzt und Sanitäter. Etwa 20 Minuten später konnte der Passagier mit seiner Ehefrau von der „MSC Armonia“ aufgewinscht werden. Die beiden wurden ins Krankenhaus nach Emden geflogen.

Die Seenotleitung leitete währenddessen unter anderem die Organisation der Einreisegenehmigungen für die beiden Engländer ein und kümmerte sich um die Sicherstellung des Rücktransportes von Arzt und Sanitäter nach Helgoland. Die „Hermann Marwede“ traf um 18.11 Uhr wieder am Liegeplatz auf Helgoland ein.

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