Bundestag stimmt NotSanG-Entwurf zu


Berlin (rd.de) – Der Deutsche Bundestag hat am Donnerstagabend (28.02.2013) den Gesetzesentwurf über den Beruf der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters (NotSanG) sowie zur Änderung weiterer Vorschriften in der vom Gesundheitsausschuss geänderten Fassung zugestimmt.

Somit würde zum Beispiel die Ausbildungsdauer im Vergleich zur bisher zweijährigen Ausbildung zum Rettungsassistenten auf drei Jahre angehoben. Theorie und Praxis würden vernetzt und eine Ausbildungsvergütung eingeführt. Auf der Internetseite www.bundestag.de finden Sie den ursprünglichen Gesetzesentwurf der Bundesregierung sowie die vom Gesundheitsausschuss geänderte Fassung.

Da es sich um ein zustimmungsbedürftiges Gesetz handelt, muss der Bundesrat diesem Gesetz noch zustimmen. Dies soll noch im Frühjahr erfolgen. Danach muss der Bundespräsident das Gesetz formal bestätigen.

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33 Responses to “Bundestag stimmt NotSanG-Entwurf zu”

  1. Martin Häusler via Facebook on März 1st, 2013 10:40

    na super also lernt man den Rettungsanitäter genau so lange wie ein Assist.

  2. Natascha Karen via Facebook on März 1st, 2013 10:59

    @ Martin Häusler, der Notfall sanitäter ist jetzr 3 Jahre und darf mehr als ein assi….und der normale sani ist ja nur 3 monate und wird so bleiben… also muessen alle assis….zu einen kurs und eine prüfung machen und sind dann Notfallsanitäter… Bin echt gespannt wann das gesetz ungesetzt wird 🙂 also alle assis muesswn Medikament noch mehr pauken…..

  3. Olaf on März 1st, 2013 11:32

    Fatal bei der miesen Bezahlung. Armes Deutschland.

  4. Stefan on März 1st, 2013 13:37

    Also wenn das Fachwissen analog zur Sprachkompetenz angesiedelt ist, sehe ich für viele schwarz, was die Nachprüfung zum NotSan angeht! Oder ist das uncool richtiges Deutsch zu schreiben?

  5. Thomas Ladewig via Facebook on März 1st, 2013 19:34

    Ich frag mich wie man so ein Gesetz verabschieden kann und wer diese Sch… erfunden hat…hab ich also mein rattungsassi jetzt umsonst gemacht und setzte mich nochmal 1 jahr lang in de schule…und wer bezahlt die ganze scheiße…und ein assistent der länger als 5 jahre dabei ist soll ohne eine stunde unterricht eine prüfung machen…bin ich ja mal gespannt wieviel assistenten da die prüfung nicht bestehen…so ein schwachsinn an Gesetzt kann auch nur von unserer Bundesregierung kommen

  6. tangotango on März 1st, 2013 20:44

    „Ich frag mich wie man so ein Gesetz verabschieden kann“

    Mittels Handzeichen und/oder Aufstehen..

    Mehr braucht zu so einem unterirdischen Beitrag wohl auch nicht gesagt werden.

  7. NRW-Retter on März 1st, 2013 23:03

    Im § 21 werden nur die feuerwehrtechnischen Beamten auf Widerruf (Azubis) von den Vorschriften zum Ausbildungsvertrag ausgenommen. Soll die Anwärterzeit jetzt von 18 auf 54 Monate verlängert werden, damit es gesetzteskonform ist?
    Was ist mit bereits fertig ausgebildeten Feuerwehrbeamten, die zum Notfallsanitäter ausgebildet werden sollen? Diese sind keine Beamten auf Widerruf mehr. Diese dürften nach dem Gesetzestext keine Ausbildung machen können.
    Es ist ein Ausbildungsvertrag mit einer Ausbildungsvergütung zu schließen. Dieses ist aus beamtenrechtlichen Gründen nicht möglich.
    Fragen über Fragen.

  8. Olaf on März 2nd, 2013 14:08

    Obwohl, egal dann fahre ich nur, mir egal. Auf einer Art und Weise spielt man hier auch mit Existenzen. Was ist wenn man sie nicht besteht. Bei dem Gehalt beschränke ich mich nur aufs fahren. Man sollte bei den zuständigen Gesundheitsämtern die Urkunden abgeben und die Kohle zurück verlangen . Bullshit. Ein Freibrief für „Brenner“. Armes Deutschland. Das Gesundheitssystem ist schon das dümmste was deutschland zu bieten hat und es gibt auch im RD andere Baustellen. Da kann man den Beruf nur noch an den Nagel hängen.

  9. ACE on März 3rd, 2013 09:01

    Liebe Kollegeinnen , liebe Kollegen.
    Aber Kolleginnen , Kollegen möchte ich Euch eigentlich gar nicht nennen,Wer mit solch einem schlechten Deutsch Kommentare verfasst , sich Gedanken macht durch die Prüfung zu fallen und mit offensichtlich obsessiven Zwang der Fäkalsprache fröhnt , ja genau ist ein “ Assi „.Ich bin beindruckt ob solcher Selbstkritik.Ihr gehört nicht in diesen Beruf weder als Rettungsassitenten noch als Notfallsanitäter.
    Und leider doch,ich schäme mich Euch

  10. John Gage on März 3rd, 2013 09:02

    „Wenn Novellierungen was ändern würden, dann wären sie verboten“….

    Grad das mit den Kollegen die seit 5 Jahren RettAss sind – am besten noch die Anerkennung der RTW-Stunden als RS und eigentlich auch nur ne RS Ausbildung haben. Denn GRADE das sind ja die Kollegen, die schon zu SMH-Zeiten gefahren sind und ja die groooße „Erfahrung“ haben.

    Bravo!

  11. der Münchner on März 6th, 2013 07:03

    @John Gage
    also das mit den geadelten RAs (auf die Du anspielst) ist nun bald 25 Jahre her. Ich bin aber auch am Zweifeln, ob eine Prüfung eine praktische Erfahrung kontrollieren kann. Ich denke, es wird eine schriftlich Prüfung werden und da dürften die frisch ausgebildeten theoretisch fitten RAs besser sein, da sie noch viel für die Praxis unnötiges Wissen mitschleppen.

  12. Schielke on März 6th, 2013 14:38

    Eine gute Nachricht für alle Patienten!
    Auch eine gute Nachricht für alle Assistenten die ihren Beruf verstehen!
    Ehrenamtliche haben für meine Begriffe schon lange nichts mehr im Rettungsdienst zu suchen. Ich kenne sonst auch keinen verantwortungsvollen Beruf an dem die Tagschicht heimgeht und Leihen den Job übernehmen. Nur so kann in Zukunft eine bessere Bezahlung gerechtfertigt werden und das Niveau steigt wieder! Berufe mit Berufung für Menschen mit Qualifikation und Verantwortung!
    – Hier geht es um Menschenleben!

  13. Klaus AG Not- und Krisenkommunikation e.V. on März 6th, 2013 20:19

    ich möchte mich zu den Kommentaren zur, teilweise verwendeten Sprache, nicht weiter äussern. Merkwürdig finde ich es nur das jetzt wieder das Geschrei losgeht wobei in der Vergangeheit mehrere Versuche einen Berufsverband zu gründen mangels Interesse immer wieder gescheitert sind. Ob der Begriff „Notfallsanitäter/in“ nun glücklich gewählt ist oder nicht sei dahingestellt. Mir würde die Bezeichnung Fachkraft im Gesundheitswesen -Fachrichtung Rettungsdienst- besser gefallen aber sei es drum. Hier geht es doch darum inwieweit Ausbildung erforderlich ist und da halte ich die Regelung der nunmehr dreijährigen Ausbildung für lange überfällig. Schaut euch doch mal um wie oft die RA heute noch alleine gelassen werden weil der NA woanders im Einsatz ist. Es muss einfach langsam mal aufhören immer nur zu meckern. Nun zu dem Kommentar das Laien sprich ehrenamtliche die Schichten übernehmen. Wie sollen die hochmotivierten Kräfte des Kats denn ihre Fortbildungen bestehen wenn sie nicht auch in der Praxis lernen können. Mir (uns) ist es wichtig in diesem Zusammenhang immer wieder darauf hinzuweisen das viele Helfer/innen ihre Freizeit einbringen um für den ManV Fall gerüstet zu sein. Wollen wir denn wirklich das nur noch Hauptamtliche diesen Bereich abdecken? Stellt sich doch schnell die Frage nach der Finanzierung. Wer kennt denn nicht die Situation, daß zu Spitzenzeiten, Reservefahrzeuge von Ehrentamtlich tätigen Kräften besetzt werden müssen, um die Einsatzbereitschaft einer Wache überhaupt sicherstellen zu können. Ich denke dem Betroffenen ist es ziemlich egal ob die eintreffende Besatzung aus Haupt- oder ehrenamtlichen Kräften besteht, es geht um die qualifizierte Hilfeleistung und um nichts anderes.

    Klaus, DO1VK

  14. Olaf on März 7th, 2013 08:00

    Dieser Beruf hatte immer niveau, quatsch. Klar ich habe auch noch keinen Maurer gesehen der ehrenamtlich jobt oder so. Der Rd entwickelt sich völlig klar, aber es funktionierte immer schon, auch vor 5 oder 10 Jahren. Wir wollen uns mit anderen Ländern oder Paramedics messen, sogar gleichstellen? Sie haben eine ganz andere Ausbildung. Klar ist oder es versteht sich das Sie in Ihrer Kompetenz mehr machen dürfen. Wir haben ein gutes System. Es sind immer Aussagen von Rdelern , die es erst seid 2 Jahren machen. Jeder Assistent hätte vor 5 oder 10 Jahren gesagt, passt so wie es ist. Es müsste sich in anderen Dingen was ändern. Verträge, Bezahlung, oder kommunikation und zusammenanrbeit mit den Krankenhäusern. In jden Bundesland die gleichen Richtlinien auch was Medikamente der Notkompetenz angeht. Der Rettungsdienst als „Einheit“. Nicht gegeneinander. Das alles Orgis usw gut zusammenarbeiten, auch mit den „Privaten“. Aber wir machen uns in der Praxis gegenseitig und gegeneinander schlecht. „Schau die Dullis der Privaten kommen“, quatsch, man seid froh das Sie euere KTws fahren, kann mir keiner erzählen das er Sie gerne fährt, die meisten lieben den kleinen „Kick“, leben retten und auf dicke Hose machen. Wir haben nochnichtmal eine einheitliche Bezahlung im Rd und dann denkt man darüber nach. In Bremen arbeiten Ras für Sani-Verträge. Ja es geht um Menschenleben. Aber ein Krankenschwester, die nach Vorgaben arbeitet, kaum selbstständig, bekommt mehr. Und das nochnichtmal auf einer Intensiv. Wir arbeiten oftmals selbstständig. Ausserdem haben wir in den Städten ein wunderbares Nef System, teilweise auch auf dem Land. Wir müssen nicht draussen nicht „Rambo“ spielen. Man dafür gibt es Nas.Sie haben studiert, umfangreicher als wir. Auch wenn wir Sie ab und an leiten müssen, auch wir haben mal angefangen. Aber jeder von uns vergisst es. Jeder vergisst auch das man nur durch die Erfahrung lernt. Witzig ist das jeder frischgebackene Assistent meint ich bin erfahren. Gelogen. Man denkt erstmal nach bevor Ihr in eine Traumwelt startet.

  15. tangotango on März 7th, 2013 10:50

    „Wie sollen die hochmotivierten Kräfte des Kats denn ihre Fortbildungen bestehen wenn sie nicht auch in der Praxis lernen können.“

    Sie dürfen als dritter Mann mitfahren und unter Aufsicht arbeiten.

  16. Olaf on März 7th, 2013 12:56

    Als dritter sagt keiner was, dieses ist auch nachvollziehbar, aber als 2 nimmt es Arbeitsplätze weg. In keiner anderen Branche gibt es sowas. Ein Bänker arbeitet auch nicht ehrenamtlich bei der Sparkasse.

  17. der Münchner on März 7th, 2013 14:40

    also die Bezahlung sagt doch nichts über die Qualifizierung aus. Der eine hat seinen RA gemacht und nach der Anerkennung sofort mit einem BWL-Studium angefangen, Nebenbei fährt er auf 450 € Basis. Der andere war 4 Jahre als RA tätig, hat dann die Ausbildung zum Anästhesietechnischen Assistenten gemacht (ATA) und fährt nebenbei noch ehrenamtlich seine drei Schichten im Monat. Wer ist nun qualifizierter?

  18. Simon on März 7th, 2013 16:26

    Hallo Zusammen,
    zu den ersten Kommentaren dieses Artikels möchte ich mich lieber nicht äußern, sie wurden scheinbar von „Kollegen“ geschrieben die sich noch nicht oder zumindest nicht lange mit unserem Berufsbild beschäftigen.
    Meiner Meinung nach ist die Novellierung des RettAssG längst überfällig. Natürlich hat der Rettungsdienst auch vor 5-10 Jahren funktioniert, als er noch der KatS als „Standbein“ hatte und sich auf ehrenamtliche Hilfe stützen konnte, aber ich finde es auf Grund der zunehmenden Einsatzzahlen und Qualität der Einsätze (Intensiv-Verlegungen oder NA-Mangel) nicht mehr tragbar.
    Bei vielen hauptamtlichen Kräften im RD geht es wirklich um Existenzen und wir müssen auch an unsere Zukunft denken. Ich kann viele junge Kollegen verstehen die es als Zwischenschritt in ihrer Laufbahn sehen und danach studieren wollen oder ähnliches.
    Mit dem neuen Gesetz gibt es endlich die Möglichkeit ein bisschen Druck auf Kommunen oder Kreise auszuüben, da der Markt nicht mehr, wie bisher, mit Rettungsassistenten überflutet wird. Zur Zeit ist doch keinerlei Grundqualifikation, noch nicht mal ein Einstellungstest, nötig um unseren Beruf zu ergreifen. Dabei möchte ich dann doch nochmal auf die ersten Kommentare verweisen.
    Wenn jeder Auszubildende fest an eine Rettungswache gebunden wird, hört die Ausbeute der RAiPs vielleicht auch endlich mal auf.
    Zu den Prüfungen, um die Qualifikation des Notfallsanitäters zu erlangen, möchte ich nur sagen das sich jeder in seinem Beruf auf dem Laufenden halten muss und nicht nur die Praxis sondern auch die Theorie beherrschen muss. Und unnötiges theoretisches Wissen gibt es nicht, alles was wir lernen kann uns helfen Zusammenhänge in der Medizin zu verstehen und besser agieren zu können.
    Mit kollegialen Grüßen

  19. Klaus AG Not- und Krisenkommunikation e.V. on März 7th, 2013 18:12

    So so als dritter Man/Frau zum Koffertragen. Und die vorgeschriebenen Stunden Fortbildung machen die dann im Urlaub oder wie – muss dem Münchner zustimmen es kommt drauf an wie der Beruf gesehen wird. Puh immer das gleiche Arneitsplätze es geht doch auch darum die – so oft bemängelten Überstunden – über die sich alle aufregen irdendwie aufzufangen. Auch wenn es wieder einen Aufschrei gibt vielerorts fahren am Wochendende freiw. Feuerwehrleute auf den Wachen der hauptamltlichen bzw. BF mit um Pracistraining zu bekommen. Auch heir gilt das diese die gleiche Ausbildung haben müssen. Was ist an dem der ehrenamtlich als RA fährt denn anders? Und was die Bererkung über den Banker angeht in vielen Vereinen engagieren diese sich im Bereich des Finanzwesens in dem sie sich super auskennen

    Klaus

  20. tangotango on März 8th, 2013 10:05

    Schon wieder dieses ewige Gewäsch von den ehrenamtlichen. Ich kann und will es nicht mehr hören!

    Schaut man zu anderen Branchen, gerade in der heutigen Zeit, kann man sehen, dass Gehälter und Bonuszahlungen schon begrenzt werden, weil die so abstrus hoch sind! Was heißt begrenzt.. Bonuszahlungen in Höhe eines Jahresgehaltes! Das ist für mich als RA doch total irre! So ist es eben, woanders (nicht nur in den Top-Verdiener-Branchen, so hoch muss man nicht mal schauen) müssen Arbeitgeber _richtig tief_ in die Tasche greifen, um gutes Personal zu bekommen und auch zu halten! Ansonsten gehen die Arbeitnehmer zum nächsten!

    Irre ist es aber genauso, seine Arbeitskraft und Lebenszeit dem Arbeitgeber für lau daher zu geben. Das ist nicht nur irre, das ist krank. Die einen verdienen sich dumm und dämlich, in unserer Branche _sind_ einige…

    Die hauptamtlichen verdienen sich schon _keine_ goldene Nase und dann kommen solche Eierträger daher und machen den Mist auch noch für umsonst. Da lacht sich der Arbeitgeber doch schlapp! Genauso die anderen Branchen! Genauso ist es doch ein Tritt in den Arsch für die armen Schweine in Zeitarbeitsfirmen. Da knirscht und knarrt es auch überall. Zu recht! „Gleiches Geld für gleiche Arbeit!“ ist die Forderung.
    Nein! Nur bei uns darf es sogar _noch weniger_ sein! Da gibt es Leute, die sich förmlich darum kloppen und das/deren System noch verteidigen! „Ihr könnt ja Überstunden abbauen“,..“Der RTW wäre sonst nicht besetzt“,..“Die Fortbildungen, die Fortbildungen!!“.. und das übliche Getröte.

    Als ob ihr persönlich dafür verantwortlich wärt, dass irgendjemand seine Überstunden abbauen kann oder das ein RTW besetzt ist. Das ist das Problem _vom Arbeitgeber_ und wenn der will, dass seine Fahrzeuge alle regelkonform besetzt sind, muss er halt was auf den Tisch legen. Naja, leider nicht bei allen. Da reicht das Blaulicht als Bezahlung schon aus.

    Der Bänker kann sich in seiner Freizeit gerne im örtlichen Schachclub als Schatzmeister engagieren. Ob er auch in der Nachbarfirma für umsonst als Buchhalter ein paar Schichten schieben würde darf doch stark bezweifelt werden.

  21. Olaf on März 8th, 2013 13:51

    @Simon gerade weil man lange genug dabei ist, bekommt man mit Sorge die Entwicklung mit. Es insgesamt fragwürdig, dass neue oder erweiterte Berufsbild. Sind alle so scharf drauf Medikammente in der Notfallkompetenz oder in der erweiterten Notfallkompetenz zu geben? Nochmal diese bleibt den Na vorbehalten „Er“ hat 5 Jahre studiert und sein Facharzt gemacht. Wir können Ihn wenn „Anfänger“ in der Praxis leiten, aber mehr sollten wir nicht tun. Man kann in frühestens 10 Jarhen darüber nachdenken, dieses muss aber wie ein guter Wein gereift sein. Es ist ein schnellschuss, man war vor 3 Jahren so überzeugt die 3 Jahres-Ausbildung des Ras ist besser…..und ? Schon blöd oder?

  22. Olaf on März 8th, 2013 13:56

    @Simon, die Praxis ist es worauf es ankommt. Theorie stimme ich Dir zu, aber all das was wir sehen und wahrnehmen , bietet die Praxis, da kannst Du 10 Std.Bücher lesen, was Dir in der Praxis max. 20% bringt.

  23. tangotango on März 8th, 2013 17:02

    „Sind alle so scharf drauf Medikammente in der Notfallkompetenz oder in der erweiterten Notfallkompetenz zu geben?“

    Was heißt „scharf darauf“? Vielleicht wollen die RAs einfach nicht mehr neben einem vor Schmerz schreienden Patienten sitzen und sie mit den Worten trösten „Der Notarzt ist hoffentlich gleich da, _der_ kann ihnen helfen! Wir sind nur die dummen Krankentragenträger und können, wenn überhaupt, nur die Infusion vorbereiten!“.

    Der Arzt hat 5 Jahre studiert? Ja,.. klar. Was hat er denn studiert? Sicher nicht 5 Jahre lang Medikamentenkunde. Einige tun immer so, als sollten alle verfügbaren Medikamente freigegeben werden. Dabei reicht eine effektive Beschränkung auf _wenige_ Notfallmedikamente die man fast an einer Hand abzählen kann.
    Und ja, bevor wieder einige Spezialisten unter den Steinen hervor gekrochen kommen, es kann immer mal Nebenwirkungen geben.
    Diese kommen auch beim Arzt vor, da helfen ihm seine 5 Jahre Studium auch nicht. Aber er macht dann auch nichts anderes als, tada, genau! Die Nebenwirkungen bekämpfen!

  24. der Münchner on März 9th, 2013 09:50

    Leute, das neue NFS Gesetz ändert doch nichts an den Maßnahmen. Durch die Streichung der heilkundlichen Tätigkeiten sind alle Maßnahmen im Rahmen der Notkompetenz! Sogar Altenpfleger sind besser gestellt. Eine Krankenschwester oder eine Altenpflegerin darf im Krankenhaus/Altenheim einen Zugang legen oder Medis geben (auf Anordnung oder bei Bedarf), da sie zur Ausübung heilkundlicher Tätigkeiten per Gesetz ermächtigt ist. Wir machen dies immer unter dem Gesichtspunkt der Notkompetenz. Unten die Auszüge aus den entsprechenden Gesetzen. Ich kenne Kliniken, in denen RAs arbeiten, aber keine Zugänge oder Medikamente geben dürfen, da im Krankenhaus die Vorraussetzungen für die Notkompetenz nicht gegeben sind (Arzt nicht erreichbar). Dafür braucht es die heilkundliche Erlaubnis (Weisung eines anwesenden Arztes reicht nicht), die aber der RA und auch zukünftig der NFS nicht hat!
    Beim NFS werden heilkundliche Maßnahmen auf die Vorgaben der jeweiligen ÄLRD beschränkt.

    Krankenpflege:
    (1) Wer eine der Berufsbezeichnungen
    1. „Gesundheits- und Krankenpflegerin“ oder „Gesundheits- und Krankenpfleger“ oder
    2. „Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin“ oder „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger“
    führen will, bedarf der Erlaubnis. Personen mit einer Erlaubnis nach Satz 1, die über eine Ausbildung nach § 4 Abs. 7 verfügen, sind im Rahmen der ihnen in dieser Ausbildung vermittelten erweiterten Kompetenzen zur Ausübung heilkundlicher Tätigkeiten berechtigt.

    Altenpflege:
    § 1
    Die Berufsbezeichnungen „Altenpflegerin“ oder „Altenpfleger“ dürfen nur Personen führen, denen die Erlaubnis
    dazu erteilt worden ist. Personen mit einer Erlaubnis nach Satz 1, die über eine Ausbildung nach § 4 Abs. 7
    verfügen, sind im Rahmen der ihnen in dieser Ausbildung vermittelten erweiterten Kompetenzen zur Ausübung
    heilkundlicher Tätigkeiten berechtigt.

  25. Sargnagel on März 11th, 2013 01:25

    @ Münchner
    Zum Verständnis eines Gesetzes, bzw. der Rechtslage ist es zumindest erforderlich das ganze Gesetz zu lesen und zu verstehen und nicht einen einzelnen Paragraphen herauszupicken.

    Die Erlaubnis zur Ausübung heilkundlicher Maßnahmen gilt gemäß den zitierten Paragraphen nur für diejenigen Pflegekräfte, die nach Maßgabe des jeweiligen Gesetztes im Rahmen von bestimmten Modellausbildungen ausgebildet wurden, also nicht pauschal für alle Pflegefachkräfte.

    Siehe hierzu in beiden Gesetzten §4, Absatz 7

    http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/krpflg_2004/gesamt.pdf

    http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/altpflg/gesamt.pdf

  26. Olaf on März 11th, 2013 08:02

    @tango, wir brauchen uns lange nicht mit dem Notarzt vergleichen. Auch was die Schmerzbekämpfung angeht. Es ist sein Job. Und soll auch sein Job bleiben. Auch wenn man manchen 5-10 min wie eine Ewigkeit vorkommen, da muss man halt durch. Ja auch wenn ich die Schmerzen hätte. Wir sind ja jetzt schon rechtlich schlecht abgesichert, wie wird es den mit dem neuen Gesetz. Selbst ein Anwalt für Arbeitsrecht äusserte „Ihr seid eine Randgruppe“. Und dann sollen wir Paramedics spielen. Ich hoffe das der Schuss nach hinten losgeht.

  27. tangotango on März 11th, 2013 11:11

    Aber Olaf, wenn du kategorisch alle Tätigkeiten ausschließen willst, bei denen irgendwem irgendetwas passieren könnte, dann dürftest du nicht mal ins Einsatzfahrzeug steigen.
    Es geht auch überhaupt nicht um einen Vergleich mit den Notärzten. Sie sind aber auch nicht die heiligen Kühe und wir keinesfalls nur deren Kofferträger, auch wenn viele das so gerne hätten.

    Schmerzbekämpfung ist auch jetzt schon ein Punkt der sogenannten „Notkompetenz“.. es wird nur leider nicht umgesetzt.

    Diese Aussage mit den 5-10min ist schon etwas grenzwertig. Die genannten Zeiten können auch gerne mal „nach oben offen sein“, falls überhaupt ein NA zur Verfügung steht.
    Ich weiß, in einigen Einsatzgebieten scheint so etwas „nie“ vor zu kommen…

    Das schöne ist ja: Wenn _dir_ das ganze zu Haarig wird, dann entscheide dich konsequenter Weise dafür kein Notfallsänitäter zu werden! Somit gehst du dem ganzen aus dem Weg und der Rest, der möchte, kann sich dieser Verantwortung stellen.

  28. Olaf on März 11th, 2013 12:11

    @Tango,
    es geht mir darum, wir wissen alle das wir entschieden zu gering verdienen, bei der verantwortung die wir jetzt schon haben. Randgruppe eben….., jeder Landkreis hält erweiterte Notkompetenz-Medis vor oder auch nicht, in einigen Städten dürfen Ras nichts. In Nrw gilt es eine Viggo zu legen als Totsünde und Nds „normal“. Es gibt nichtmal miteinander, jede Orgi oder Privater was auch immer, kämpfen gegeneinander. Kaum zusammenhalt. Schlechte Verträge, wo slbst Schausteller ein schöneres Leben haben. Auch im Rd sollte man enorme Reisebereitschaft mitbringen. Wir sind schlecht abgesichert, haben kaum alternativen. Was passiert in der Hinsicht….nischt. Man muss erstmal lernen zusammen etwas zu bewegen, nichtmehr alles zu akzeptieren. Vor 3 jahren schworen alle auf die 3 Jährige Ra-Ausbildung….“oh es sei das beste was es gibt“ und nun? In 10 Jahren ist der Notfallsani auch ein Cent wert. Was machen unsere „alten Hasen“? Was ist wenn Sie die Prüfung nicht bestehen, weil es Praktiker sind? Und wir wissen alle , dass es Gold ist zum grössten Teil, was wir von Ihnen lernen. Das bringt einem keine Schule bei. Werden Sie gefeuert? Was passiert dann? Was passiert mit Ras aus dem privaten RD, die den Wunsch haben im öffentlichen zu sein, zu wenig verdienen um eine Prüfung zu absolvieren? Für die war es dann gewesen? In den Städten haben wir ein funktionierendes System, mag sein im ländlichen eher lückenhaft , aber dieses sollte nicht wieder auf unseren Rücken ausgetragen werden. Klar sind Schmerzen Sch…. , dennoch gehört da nicht mal ein wenig Prüfung zu und gut, auch keine 6 Monate Theorie. Wenn wir wirklich gut sein wollen, sollte Standart sein 2 mal im Jahr in die Anästhesie zu gehen, intubieren, Narkose einleiten etc. Pflicht! Im Block zur Schule mind. 1 Jahr auf eine Intensiv zu verbringen. Mir hat es nicht geschadet. Es ist das beste was man machen kann.In Holland die Sanis oder Paramedics ( wie auch immer) , haben eine Ausbildung, würden wir selbst wenn wir Notfall-Sanis wären heulend daneben stehen. Ich bin froh, dass es mittlerweile mehr alternativen für den Ra gibt ausser Rd, als Dozent im RD oder sonst wo. Es ist meine Meinung, diese möchte ich niemanden aufzwingen. Nur alle Ras haben unterschiedliche Auffassungen. Schon die Charakteare unterscheiden sich wie Tag und Nacht. Fazit. Echt erstmal andere Baustellen bitte. Tarifliche Bezahlung, bessere Verträge. Mehr alternativen für die Zukunft. Keta/ Midaz. reicht in der erweiterten Notkompetenz. Darrauf bin ich geschult, angewendet in der Praxis 1 mal im Kh noch und nöcher. Reicht und passt. Der rest ist für mich ein „No GO“

  29. Stefan on März 11th, 2013 14:23

    @Olaf:

    Was hat man dir angetan dass du so frustriert bist? Also Burn Out der Stufe 8 mindestens würde ich sagen? Du wirfst hier kunterbunt alle möglichen Problemfelder durcheinande: Arbeitsrecht, Berufsrecht, Tarifrecht usw.

    @ tangotango
    Stimme dir vollkommen zu!

  30. Olaf on März 11th, 2013 18:03

    @Stefan, warum frustriert wenn man seine Meinung äussert. Schön wenn Du Dir die Zeit genommen hast um zu beurteilen das ich Themen durcheinander geworfen habe. Stufe 8 ok……..hmm sagt Dir das Dein geschulter Blick? Schleimer

  31. Olaf on März 11th, 2013 18:10

    Ps. nicht das Du dich angegriffen fühlst, es ist nicht gegen deine Person gemeint. Und ich bin überglücklich, privat wie auch bei der Arbeit. Sich um die Zukunft zu sorgen und sich um Kollegen sorgen zu machen die genauso denken, hat nichts mit frustriert zu tun.

  32. tangotango on März 12th, 2013 14:08

    Nichts desto trotz, der Stefan hat da recht. Du wirfst da sehr viele Themenbereiche durcheinander. Du nennst (als erstes) das Gehalt bzw. die Bezahlung. Dieses Thema taucht ja öfters in diesem Zusammenhang auf.
    Für dein Gehalt ist erst mal nur dein Arbeitgeber verantwortlich und zwar _völlig unabhängig_ von deiner Qualifikation.
    Wenn dein Arbeitgeber meint, er müsste den Reinigungsfachkräften oder den Leuten in der Verwaltung das doppelte von dem bezahlen, was die RA bekommen, dann ist das erst mal so. Natürlich, da kommen noch einige andere Faktoren zusammen, aber das würde das ganze hier sprengen.
    Unmut ist da absolut nachvollziehbar, aber das Problem liegt an/in eurem Betrieb und nicht am Beruf.
    Das Argument mit der „Randgruppe“ kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen, aber ich will das ganze hier auch nicht ausufern lassen.

    Interessant wird es ja bei dem ganz großen Absatz über „die alten Hasen“. Also, ungefiltert muss da doch gesagt werden: Was sollen das denn für Marotten sein? Wer diesen neuen Beruf ausüben will hat das ganze natürlich so zu absolvieren, sich fortzubilden und eine Prüfung abzulegen. Das Berufsbild wandelt sich nun mal und bleibt nicht für immer und ewig auf einer Stufe stehen.
    Wahrscheinlich meinst du, wenn du von „alten Hasen“ sprichst, die Personengruppe, die nie eine Prüfung für den RA gemacht hat. Die gehen also durch ihr Leben und bekommen eine Berufsurkunde nach der anderen, für die sie nie wirklich eine Prüfung abgelegt haben. Ist das dein Wunsch? Mit welcher Begründung sollte das so sein? „Weil sie Praktiker sind“? Sicher nicht.

  33. Olaf on März 12th, 2013 14:42

    @Tango, die Unterhaltung mit Dir ist super (echt nicht negativ), nein sicherlich werfe ich ein paar Themen durcheinander. Ich arbeite im kommunalen RD, also Verdienst recht gut im vergleich zu anderen. Nein, die Gesamtsituation stört mich momentan. Schau in einer Stadt bei einer der grössten Orgis in Deutschland bekommt der Ra. 1400 netto. Zulagen sind dort schon drin. Was der Arbeitgeber denkt und macht ist das eine (was unter aller Sau ist ), sicherlich liegt es an einem selber ob Er es macht oder nicht. Die Verträge sind nicht für die zukunft planbar, man spielt mit Existenzen. Die Randgruppe ist ein Zitat, zu den alten Hasen, sicherlich hat der ein oder andere sein Ra geadelt bekommen und der andere nicht, klar sollten Sie eine Prüfung machen, jeder. Aber was ist wenn die Praktiker durchfallen (angenommen 2 mal) was dann? Man muss Sie auch nicht schlecht machen, wir lernen von Ihnen, was Dir keine Schule beibringt. Ich fahre sehr gerne mit Ihnen. Keine Worte, man versteht sich blind und für Patienten ist es angenehm. Und zu dem Berufsbild stehe ich immernoch als Gegner gegenüber, es würde vollkommen reichen Keta und Dornicum in die erweiterte Notkompetenz zu nehmen. Ist einfach zu steuern. Freue mich von Dir zu hören und hoffe die Themen sind geordnet bezügl. Deiner Fragen oder Inhalt.
    Man sollte immer beide Seiten verstehen.
    Gruss

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