Notlandung einer Condor-Maschine in Hamburg


Hamburg (rd.de) – Eine Boeing 757 der Condor musste gestern Vormittag in Hamburg eine Notlandung durchführen. Erst war eine Tür defekt, dann kam es beim Start zum Vogelschlag und bei der zügigen Räumung der Maschine, wurde ein Feuerwehrmann von einer tonnenschweren Fahrtreppe angefahren.

Die Maschine sollte gestern um 6.20 Uhr mit 254 Passagieren von Hamburg ins ägyptische Hurghada abheben. Ein Defekt an einer Kabinentür sorgte für eine reparaturbedingte Verzögerung. Als es gegen 7.30 Uhr endlich losgeht, geriet die Maschine in einen Vogelschwarm. Wie ein Fluggast der Bildzeitung berichtete, ereignete sich der Vogelschlag noch auf der Startbahn. Zum Startabbruch war es allerdings zu spät. Die Maschine hob ab, obwohl der Pilot ein Triebwerk abschalten musste. Es folgten einige Flugschleifen. Die Flughafenfeuerwehr bereitet sich inzwischen auf die Notlandung vor.

Schließlich setzt der Pilot zur Landung an. Die Passagiere sind zwar gut über den Stand der Dinge informiert, aber angesichts der zahlreichen Blaulichtfahrzeuge am Boden, breitet sich doch Unruhe in der Kabine aus. Die Maschine setzt hart auf der Landebahn auf und bremst sofort stark bis zum Stillstand ab.

Die Feuerwehr überwacht vor allen Dingen das defekte Triebwerk. Es könnte überhitzt sein. Angeblich wurden die stark beanspruchten Bremsen mit Wasser abgekühlt. Im Getümmel der Einsatzkräfte auf der Landebahn wird eilig eine Fahrtreppe herangefahren. Offenbar zu eilig, denn ein Feuerwehrmann wird von der Fahrtreppe angefahren und verletzt. Er kommt mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus.

Die Passagiere kommen mit dem Schrecken davon. Erst gegen 15.30 Uhr können die Urlauber in eine Ersatzmaschine steigen.

3 Responses to “Notlandung einer Condor-Maschine in Hamburg”

  1. schmitt on November 1st, 2011 12:23

    das Ablassen von Treibstoff ist bei einer B757 technisch übethaupt nicht möglich, das Überwachen des Triebwerkes nicht nötig- natürlich musste die Feuerwehr die heißen Bremsen kühlen. Ein absolut schlecht recherchierter Artikel, der Angst schürt aber nicht informiert!

  2. Mario Gongolsky on November 1st, 2011 12:39

    Ok, die Sache mit dem Fuel-Dump an der 757 konnte ich nachvollziehen. Der Satz wurde gelöscht.

  3. thomaswagner on November 2nd, 2011 08:10

    In diesem Rahmen noch eine weitere Anmerkung zum Stichwort „Fuel-down“:
    Die wenigsten Flugzeuge verfügen, unabhängig vom Typ, überhaupt über die baulich-technischen Möglichkeiten, während des Fluges Treibstoff abzulassen.
    Zudem sind die Gebiete, in denen Treibstoff abgelassen werden darf, weltweit (!) so rar, dass sie sozusagen „an 5 Fingern abgezählt“ werden können. Hamburg gehört definitiv nicht dazu. Hätte also eine Overweight-Landung nicht durchgeführt werden können, so wäre das Prozedere das weitere Fliegen von Holdings, also Warterunden, gewesen um Treibstoff zu verbrauchen. Dies funktioniert auch mit einem Triebwerk, was der jeweilige Hersteller im Rahmen der Musterzulassung nachweisen muss.

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