Notfallsanitäter: Ausbildungspläne werden vorgestellt


Hannover (JUH) – Am Freitag (10.10.2014) werden in Osnabrück erstmals die Ergebnisse des Projekts „Niedersächsische Umsetzung des Notfallsanitätergesetzes“ (NUN) und damit die Grundlage für die Rahmenrichtlinien des Landes öffentlich präsentiert.

Zum 1. Januar 2014 ist das Notfallsanitätergesetz (NotSanG) in Kraft getreten. Seitdem sind die Bundesländer in der Pflicht, die Curricula der neuen Ausbildung – das heißt das pädagogische Konzept, die Regelungen und die Inhalte der Lehrpläne – zu definieren und festzusetzen. Niedersachsen legt jetzt ein vertieftes, klar strukturiertes Regelwerk vor, das nicht nur den schulischen Part der Theorievermittlung bestimmt, sondern auch die beiden anderen Lernorte – Betrieb/Rettungswache und Krankenhaus – einschließt. Die entwickelten NUN-Algorithmen werden landesweit für die Notfallsanitäter-Ausbildung verbindlich sein.

Für die gesamte dreijährige Ausbildung des neuen Berufsbildes zeichnet die jeweilig zuständige Schule verantwortlich. Deswegen haben sich die Teilnehmer der Projektgruppe unter der Federführung der Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Hannover besonders auch der Lerninhalte und des Lehrprogramms an den beiden weiteren Lernorten verschrieben. Zum ersten Mal wird so detailliert vorgegeben, was im betrieblichen und klinischen Alltag erlernt werden muss, um die entsprechende Handlungskompetenz des Berufes zu erwerben.

Das NUN-Projekt wurde vom Niedersächsischen Kultusministerium Ende 2013 beauftragt. „Wir sind dankbar, dass Experten gewonnen werden konnten, die versiert das Rahmenkonzept und die inhaltlichen Grundlagen der Ausbildung entwarfen“, betont Dr. Dag Danzglock, Verantwortlicher für NUN im Referat für Betriebliche Berufsbildung und Gesundheitsberufe.

Am Projekt beteiligt waren neben einem Vertreter des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst in Niedersachsen/Bremen mehrere niedersächsische Rettungsdienstschulen der Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, der Feuerwehren und sonstiger Anbieter wie dem Klinikum Braunschweig. Zwecks Qualitätssicherung wurde das NUN-Projekt von der Universität Osnabrück wissenschaftlich begleitet.

(08.10.2014)

2 Responses to “Notfallsanitäter: Ausbildungspläne werden vorgestellt”

  1. Thomas Knüppel via Facebook on Oktober 8th, 2014 09:45

    Man darf gespannt sein was dabei heraus kommt, wenn ein LehrInstitut die Federführung dabei hat(te) und sicher völlig uneigennützig die Verhandlungen geführt hat. 😉 Viel bemerkenswerter finde ich allerdings den Umstand, dass es immer noch keine Ergebnisse bezüglich der Weiterbildung vom RA zum NFS gibt! Weder für länger als 5 Jahre tätige Kollegen und Kolleginnen, noch für die „unter“ 5 jährigen.. Wir dürfen also weiter gespannt sein was sich in Niedersachsen „tut“! 😉

  2. crisu on Oktober 8th, 2014 13:28

    @ thomas in berlin tut sich auch nichts, was die ergänzungsprüfungen unter 5 jahren betrifft. erst sollte es im juni beginnen, dann wurde es verschoben und jetzt soll es im frühling losgehen. und sowas nennt sich hauptstadt

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