Notarztsystem und Ärztlichen Bereitschaftsdienst verbinden


Wetteraukreis (pm) – Kreisbeigeordneter Ottmar Lich, Gesundheitsdezernent des Wetteraukreises, hat eine stärkere Zusammenarbeit zwischen dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst und dem Notärztesystem in der Wetterau ins Gespräch gebracht. „Eine solche Kooperation wird bereits im Lahn-Dill-Kreis geübt und ich bin der Ansicht, dass dieses Modell auch für die Wetterau hervorragend passen würde.“

Bislang sind sowohl Notdienst- als auch Notärztesystem getrennt, hier müssen zwei aufwändige Systeme mit hoch qualifizierten Fachleuten aufrechterhalten werden. Würde man diese Systeme verschmelzen, könnten erhebliche Synergieeffekte entstehen. Koordiniert werden könnte das System nach den Worten von Kreisbeigeordnetem Lich von der Leitstelle des Wetteraukreises. „Das ist allemal besser als ein anonymes Callcenter, wo man über die örtlichen Gegebenheiten wenig informiert ist.“ Ein solches System favorisieren die kassenärztlichen Vereinigungen, die sich damit günstigere Kosten erhoffen. Unserer Mitarbeiter in der Leitstelle sind hoch qualifiziert und können auch in kritischen Situationen schnell die richtige Entscheidung treffen. Unsere Leute können aufgrund der genannten Symptome sehr gut unterscheiden ob der aufgeregte Anrufer einen Infarkt oder eine leichtere Erkrankung meldet“, so der Wetterau Gesundheitsdezernent.

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst, der in Bad Nauheim und in fünf weiteren Kommunen im Kreis stationiert ist, wird derzeit noch von der Ärztekammer in Frankfurt organisiert. Zum Jahresende soll hier eine Organisationsveränderung stattfinden. Dann wollen die Kassenärztlichen Vereinigungen eine eigene Leitstelle aufbauen und die Bereitschaftsdienste an die Krankenhäuser andocken. Solche Bezirke, die 50, besser 100 Ärzte umfassen, sind anzustreben, weil damit ein erheblich verbesserter Service für die Bürgerinnen und Bürger einhergeht. Für die Kreise werden angemessene Einheiten entwickelt.

Wir wollen, dass die Leitstelle des Wetteraukreises die Organisation der Einsätze übernimmt. Hier gibt es gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Notrufnummern 112 und 19222 sind allgemein bekannt.

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