Notärzte schwächeln bei der EKG-Diagnostik


Bad Berka (rd.de) – Im Rahmen einer Untersuchung zum Myokardinfarkt und der Rolle der präklinischen Notarztversorgung offenbarten Notärzte Schwächen bei der EKG-Interpretation.

In einer Studie interpretierten nur 66 % von 73 Notärzten alle acht vorgelegten 12-Kanal-EKGs richtig und leiteten geeignete Behandlungsschritte ein. Selbst jene sechs EKG-Bilder die keinesfalls ungewöhnliche ST-Streckenhebungen zeigten, wurden von knapp 20 % der Notärzte nicht korrekt erkannt.

Dabei scheint die EKG-Interpretation vor allem Dingen eine Frage der Erfahrung zu sein. Während es bei Notärzten unterschiedlicher Fachrichtungen keine nennenswerten Unterschiede gab, schnitten die älteren Ärzte signifikant besser ab.

Über die Untersuchung mit den Titel NAAMI (NotArzt und Akuter Myokard-Infarkt) berichteten M. A. Ohlow, M. Schreiber und B. Lauer von der Zentralklinik Bad Berka in Ausgabe 40/2009 der Deutschen Medizinischen Wochenschrift (Thieme-Verlag)

Deutsche Medizinische Wochenschrift : http://www.thieme.de/dmw/index.html

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