Nachteinsatz für Blaulicht-Cowboys


Rettungsassistenten und Polizeibeamte hielten die Herde tapfer zusammen.

Rettungsassistenten und Polizeibeamte hielten die Herde tapfer zusammen.

Rotenburg (ots) – Da standen sie plötzlich: Elf Rinder mitten auf der Bundesstraße 440 zwischen Rotenburg und Wittorf, und das um Mitternacht!

Fast wäre es zu einer Kollision zwischen den Rindern und einem Rettungswagen aus Rotenburg gekommen, der gerade auf dem Weg zurück zur Außenwache nach Visselhövede war.

Die Rettungssassistenten sperrten sofort die Bundesstraße ab und informierten die Rotenburger Polizeiwache, die mit zwei Streifenwagen sofort vor Ort erschien. Trotzdem war es gar nicht so einfach, mit zwei Funkstreifenwagen, einem Rettungswagen, vier Polizeibeamten und -beamtinnen und zwei Rettungsassistenten die Tiere im Zaum zu halten. Die hatten sich schließlich fest vorgenommen, eine Nachwanderung über die Bundesstraße zu machen – und so ging es in Cowboy-Manier zwischen den Ortschaften Hassel und Wittorf hin und her.

Nach mehreren Anrufen der Rotenburger Wache bei Landwirten, die alle das Eigentum an den Tieren verneinten, gelang es den Einsatzkräften unter Gefährdung der Sauberkeit der Uniform und der Beamtenfüße die erste Ohrenmarke abzulesen. Doch was war das? Das Tier sollte laut zuständiger Polizeileitstelle in Oldenburg seit zwei Jahren schon auf dem Schlachthof sein! Ein Ablesefehler, also neuer Versuch und endlich hatten die vereinten Einsatzkräfte Glück: Sie erreichten einen Landwirt aus Wittorf, und zusammen mit der Familie des Landwirtes konnten die Tiere zurück auf ihre Weide in Düsternheide getrieben werden.

Der Schweiß treibende gemeinsame Einsatz hat nebenbei auch Polizei und Rettungsdienst zusammengeschweißt. Es zeigte sich: Die gute Zusammenarbeit funktioniert nicht nur bei Verkehrsunfällen!

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