Münchner Flughafen wartet auf Mexiko-Flieger


München (rd.de) – Flug LT 1415 aus Cancun, Mexiko, wird planmäßig um 12.00 Uhr am Flughafen München erwartet. Nachdem das Robert-Koch-Institut drei Erkrankungsfälle der Schweine-Influenza in Deutschland bestätigt hat, gelten nun besonders intensive Gesundheitskontrollen.

Der Airbus A330-200 der Air Berlin ist der erste Mexiko-Direktflug der am Flughafen München seit der Verschärfung der Gesundheitskontrollen landen wird. Nachdem in Deutschland drei Erkrankungsfälle mit der Schweine-Influanza bestätigt wurden und alle drei Erkrankten kürzlich aus Mexiko zurückgekehrt waren, gilt dem Flug LT 1415 nun besondere Aufmerksamkeit.

Für Direktflüge aus Gebieten mit Auftreten von humanen Schweineinfluenzafällen, so informiert das für den Flughafen zuständige Landratsamt Erding, gilt bis auf weiteres folgende Regelung:

Der Tower wird aktiv vor Landung des Flugzeuges vom Piloten eine Gesundheitserklärung einholen. Sie beantwortet die Frage, ob während des Fluges oder bei der Landung verdächtige Symptome bei Passagieren oder Personal aufgetreten sind. Allen Reisenden müssen eine so genannte Ausstiegskarte auszufüllen. Sie dient dazu, im Falle einer nachgewiesenen Erkrankung unter den Passagieren alle anderen Mitreisenden zeitnah zu informieren.

Sollte der Piloten Passagiere mit verdächtigen Symptomen während des Fluges oder bei der Landung melden, wird das ankommende Flugzeug in eine isolierte Abstellposition geleitet. Der möglicherweise erkrankte Passagier bleibt zunächst an Bord, während die anderen Passagiere gesammelt über ihr Ansteckungsrisiko und die weiteren empfohlenen therapeutischen Maßnahmen informiert werden.

Der Passagier wird anschließend von einem Arzt des Flughafenmedizinischen Dienstes untersucht. Sollte aufgrund der Reiseanamnese, der Untersuchung und des Untersuchungsbefundes sich das Vorliegen einer Erkrankung an Schweineinfluenza erhärten, so wird der Erkrankte in eine Isolierstation gebracht.

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