Mehr Asthmawissen in NRW-Arztpraxen


Witten (idw) – Zum Abschluss der der so genannten L.I.S.A.-Studie, der Leitlinien-Implementierungs-Studie Asthma, können die Initiatoren ein ordentliches Resultat vorweisen.

477 Ärzte, 255 Arzthelferinnen und 250 Patienten haben sich die neuen Handlungsempfehlungen zur Asthmabehandlung an die Hand geben lassen und damit die Erwartungen deutlich übertroffen.

Leitlinien kondensieren aktuelles und wissenschaftlich basiertes Wissen zu Handlungsempfehlungen für Ärzte, ob die Ärzte aber neue Behandlungskonzepte auch umsetzen ist eine andere Frage. Deshalb sagten die Wissenschaftler der Universität Witten/Herdecke „Dann muss man sie eben in die Arztpraxen bringen“ und entwickelten Schulungen für Ärzte und Medizinische Fachangestellte, früher „Arzthelferinnen“ genannt. Zusätzlich zu Fortbildungsveranstaltungen bekamen die Mediziner Zugang zum internetbasierten E-Learning der UWH. Hier konnte, wer wollte, sein Wissen weiter vertiefen.

Während die Ärzte von Arztkollegen geschult wurden, trafen sich die Arzthelferinnen mit einer spezialisierten Medizinischen Fachangestellten der Universität, um mehr über die Asthma-Erkrankung und den richtigen Umgang mit ihr zu lernen. Dabei wurde die korrekte Bedienung der Untersuchungs-Geräte in den Praxen genauso geübt wie der Gebrauch der verschiedenen Asthmasprays und -Inhaliergeräte.

Dieser Wissenstransfer war eingebunden in die eigentliche Studie: Ärzte und Arzthelferinnen bearbeiteten vor und nach den Schulungen Fragebögen um ihr Asthma-Wissen zu testen. Derzeit werden die etwa 2000 Fragebögen ausgewertet, um den Wissenszuwachs zu messen und zu vergleichen.

Überrascht war das Studien-Team von der hohen Teilnahmebereitschaft der nordrhein-westfälischen Niedergelassenen. „Wir haben ursprünglich nur mit halb so vielen Arztpraxen gerechnet“, gesteht Studienleiter und Internist Nik Koneczny. „Offensichtlich kamen das Thema und das Fortbildungsangebot gut an.“

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