Massenanfall auf der B 9


MANV-Übung B9 (Foto: Kr. Germersheim)Germersheim (pm)  –  „Massenanfall mit zahlreichen Verletzten und Betroffenen auf der Bundesstraße 9“ lautete das Übungsszenario für die Katastrophenschutzeinheiten und Hilfsorganisationen aus dem Landkreis Germersheim.

Rund 420 Einsatzkräfte und Statisten waren gefordert, um den Realfall zu proben. „Natürlich wünschen wir uns, dass dieser Fall niemals eintritt“, sagte Landrat Dr. Fritz Brechtel, „und trotzdem ist wichtig, dass unsere Katastrophenschutzorganisationen unter möglichst realistischen Bedingungen ihre Ablaufpläne üben können.“

Ein wüstes Bild zeigte sich den Einsatzkräften und den „Zuschauern“ an der Unfallstelle auf der B 9. Zehn Pkw und ein Bus samt Insassen lagen – teilweise umgekippt ineinander verkeilt oder auf dem Dach – kreuz und quer auf der Straße. Zum Bergen der „Unfallopfer“ war teilweise schweres Gerät notwendig, viele „Verwundete“ wurden durch Notärzte, Rettungsdienst und Schnelleinsatzgruppen versorgt.

Über mehrere hundert Meter reihten sich in geordneten Abschnitten die Einsatzfahrzeuge, Zelte zur Versorgung von „Verletzten“ und Betroffenen wurden aufgestellt, die An- und Abfahrtswege blieben wie geplant offen.

Während der Übung war die Bundesstraße 9 zwischen Neupotz und der Abfahrt Hafen Wörth komplett gesperrt worden. Zum einen, damit die Rettungs- und Einsatzfahrzeuge ihre geplanten Anfahrtswege und die Anbindung der Bereitstellungsräume überprüfen konnten, zum anderen um eine tatsächliche Unfallgefahr durch „Gaffer“ auf der gegenüberliegenden Fahrbahn zu vermeiden. Bei der Übung waren 84 Einsatzfahrzeuge von den Feuerwehren und Hilfsorganisationen eingesetzt.

Die Alarm- und Einsatzpläne „Gesundheit und Autobahn“ wurden federführend von Dr. Matthias Wölfel und Volker Roth von der Freiwilligen Feuerwehr Kandel in zweijähriger Arbeit erstellt und aufeinander abgestimmt.

Insgesamt sei die Großübung gut verlaufen, fassten der Kreisfeuerwehrinspekteur Berthold Simon und der Sprecher der Leitenden Notärzte, Matthias Wölfel, noch Samstagabend zusammen. Es habe sich gezeigt, dass die neu aufgestellten Alarmpläne erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können: „An der einen oder anderen Stelle müssen die Abläufe nochmals überprüft und nachgesteuert werden.“

„Herzlichen Dank an die vielen Helferinnen und Helfer“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel, „denn diese sorgen im Ernstfall dafür, dass Menschenleben gerettet werden.“

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