Lippstadt sucht Freiwillige für den Rettungsdienst


Sebastian Schiller (r.) ist der letzte Zivi im Rettungsdienst der Stadt. Robert Husemann (FD Brandschutz und Rettungsdienst) hofft auf viele Interessierte für den neuen Bundesfreiwilligendienst, der auch im Rettungsdienst der Stadt absolviert werden kann.

Sebastian Schiller (r.) ist der letzte Zivi im Rettungsdienst der Stadt. Robert Husemann (FD Brandschutz und Rettungsdienst) hofft auf viele Interessierte für den neuen Bundesfreiwilligendienst, der auch im Rettungsdienst der Stadt absolviert werden kann.

Lippstadt (pm) – Leben retten in medizinischen Notfällen und schnell Hilfe leisten, bei allen Arten von Verletzungen, Vergiftungen und Erkrankungen. So kurz aber weitreichend lässt sich das Aufgabengebiet und die Arbeit des Rettungsdienstes der Stadt Lippstadt beschreiben.

Dass dies tagtäglich möglich ist, verdankt die Stadt auch vielen jungen Leuten, die in den letzten Jahrzehnten hier ihren Zivildienst abgeleistet haben. Nach dem Wegfall des Zivildienstes im Laufe dieses Jahres ist die Stadt auch weiterhin auf die Unterstützung der jungen Helfer angewiesen.

Deshalb bietet sie für Interessierte ab dem 1. Juli den neu geschaffenen Bundesfreiwilligendienst, kurz BFD, an. Dieser neue Dienst, der auf freiwilliger Basis den Zivildienst ersetzt, kann zukünftig bei der Stadt im Bereich des Rettungsdienstes geleistet werden. Im Gegensatz zu früher können den neuen Freiwilligendienst nicht nur Männer, sondern auch Frauen absolvieren. Der Dienst wird mit dem Zivildienst vergleichbar bundesweit im sozialen, ökologischen, kulturellen und sportlichen Bereich sowie in der Integrationsarbeit angeboten.

„Der neue Freiwilligendienst muss mindestens sechs Monate betragen und kann im Höchstfall bis zu zwei Jahre dauern, “ erklärt Robert Husemann, Fachdienstleiter Brandschutz und Rettungsdienst der Stadt Lippstadt die Veränderungen gegenüber dem Zivildienst. „Hierbei werden die Freiwilligen im Rettungsdienst der Stadt bei der Mindestdienstzeit eine Ausbildung zum Rettungshelfer absolvieren. Freiwillige, die mindestens neun Monate ableisten, werden wie gewohnt die Ausbildung zum Rettungssanitäter durchlaufen.“

Für den Freiwilligendienst wird eine monatliche Aufwandsentschädigung gezahlt. Diese beträgt 330 Euro. Auch die notwendige Arbeitskleidung wird gestellt. Weiterhin sind die Freiwilligen natürlich auch sozialversichert. Seitens der Dienststelle werden die Kosten von rund 190 Euro für Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung übernommen. Sollte ein grundsätzlicher Anspruch auf Zahlung von Kindergeld bestehen, bleibt auch dieser während des BFD erhalten.

Voraussetzung für die Bewerbung beim Rettungsdienst der Stadt Lippstadt ist mindestens ein Führerschein der Klasse III oder B.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind an die Stadt Lippstadt, Fachbereich Recht und Ordnung, Fachdienst Brandschutz und Rettungsdienst in 59553 Lippstadt zu richten.

5 Responses to “Lippstadt sucht Freiwillige für den Rettungsdienst”

  1. Ulf on Juni 12th, 2011 10:50

    Und es wird weiterhin lieber auf zwar freiwillige, aber billigere und unerfahrene „Kinder“ gesetzt als endlich einzusehen dass man mit hoch qualifiziertem hauptamtlichen Personal nicht nur langfristig günstiger ist sondern nebenbei noch die Qualität des RD in die Höhe schraubt…arme Patienten…

  2. Grüner Bär on Juni 12th, 2011 12:43

    „Leben retten in medizinischen Notfällen und schnell Hilfe leisten, bei allen Arten von Verletzungen, Vergiftungen und Erkrankungen. So kurz aber weitreichend lässt sich das Aufgabengebiet und die Arbeit des Rettungsdienstes der Stadt Lippstadt beschreiben. “

    Leute, Leute hier werden wieder reihenweise Illusionen geschaffen.
    Die Jungs und Mädels versauern dann doch sowieso auf dem KTW *.
    Also sollte man vielleicht ein bisschen ehrlicher an die Sache rangehen.

    Die Enttäuschung kommt nämlich schneller, als man denkt… ^^

    *=Was nicht falsch ist, da Notfallrettung Profis vorbehalten sein sollte.

  3. Rambo on Juni 12th, 2011 13:32

    Na super! Sind denn Hauptberufliche noch im Dienst? Oder wie lange sollen diese bleiben? Wann stirbt so etwas endlich mal aus?

  4. Dr N on Juni 14th, 2011 10:44

    Tja, die für den Rettungsdienst verantwortlichen Führungskräfte bei Hilfsorganisationen und wohl auch bei so manchen Kommunen scheinen entweder „weltfremd“ oder „Überzeugungstäter“ zu sein.

  5. Olaf on November 22nd, 2012 13:50

    Wow und wieder diese Brenner , schön das man am Hauptamt sparrt.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?