Längere Hilfsfrist – bessere Versorgung


Altena (rd.de) – Altena in Westfalen liegt in einer Region, die den Strukturwandel der Industrie nicht gut verkraftet hat. Die Stadt schrumpft. Bei der Rettungsdienstbedarfsplanung wird Altena zum ländlichen Raum erklärt.

Während die Jungen andernorts Beschäftigung finden und wegziehen, sterben die Alten aus. Altena verzeichnete von 1990 bis 2005 einen Bevölkerungsrückgang von rund 15 Prozent. Für die Rettungsdienstbedarfsplanung gelten als Kernbereiche Gemeinden mit mehr als 25.000 Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte über 300 Personen auf einem Quadratkilometer. Mit 18.000 Einwohnern gilt Altena in der aktuellen Rettungsplanung nicht mehr als Kernbereich, sondern als ländlicher Raum. In der Folge kann die Hilfsfrist von acht auf zwölf Minuten verlängert werden.

In der Praxis, so heißt es in Stadtrat, werde es keine negativen Veränderungen geben. Der 24-Stunden-RTW in Altena bleibt erhalten. Die Aufstockung der Rettungsmittel im benachbarten Werdohl führe vielmehr zu einer verbesserten Versorgung. Dort wird ein 12-Stunden Tages-RTW zusätzlich eingeführt, der bei Duplizitätsfällen auch der Stadt Altena zugutekommt.

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