Krankentransport verletzter Libyer


Hannover (ASB) – Der ASB übernahm den Krankentransport libyscher Kriegsverletzter vom Flughafen Hannover zur Weiterbehandlung in deutschen Krankenhäusern.

Anfang November wurden sechs Kriegsverletzte aus Libyen zur medizinischen Behandlung nach Deutschland ausgeflogen. Nach dem Ende der Kämpfe hatte die deutsche Bundesregierung dem libyschen Volk ihre Unterstützung bei der Versorgung von Verwundeten zugesagt. Nach ihrer Ankunft am Flughafen Hannover wurden die Libyer vom ASB in verschiedene Kliniken in Niedersachsen, Hamburg und Hessen gebracht, um adäquat versorgt zu werden. Die zum Teil schwer verwundeten Frauen und Männer wurden während der Kämpfe um die Städte Misrata und Sirte, etwa durch Granatbeschuss, zum Teil schwer verwundet.

Für die beteiligten ASB-Mitarbeiter aus Niedersachsen war dieser Krankentransport kein alltäglicher Einsatz: „Diese jungen Menschen verdienen unseren Respekt, weil sie sich für die Freiheit ihres Volkes eingesetzt haben. Wir hoffen, dass die Verletzten in Deutschland schnell genesen. Unser Krankentransport stellt zwar nur einen kleinen Beitrag dar, aber auch diesen haben wir mit großer Sorgfalt durchgeführt“, so Mohamed Abou-Taam, Geschäftsführer des ASB Hannover-Stadt, der selbst einen der Rettungswagen fuhr.

ASB in Niedersachsen bündelt Einsatzkräfte

Dirk Schumacher, Leiter des ASB-Rückholdienstes beim ASB Hannover-Land/Schaumburg, zeigte sich betroffen über die schweren Verletzungen, die die Patienten während der kriegerischen Auseinandersetzung erlitten hatten: „Man bekommt eine Vorstellung davon, wie schlimm ein Krieg sein muss. Wir können glücklich sein, dass wir seit über 60 Jahren in Frieden leben. Wenn man sich vorstellt, wie viele Schwerstverletzte in Libyen behandelt werden müssen, kann man nur den Hut vor den Helfern vor Ort ziehen.“

ASB-Rettungsdienstmitarbeiter aus Hannover, Barsinghausen, Nienburg und Peine bündelten ihre Kräfte für den Einsatz. Die erfahrenen Rettungsassistenten und -sanitäter legten zum Teil mehr als 200 Kilometer in einer Nacht auf dem Weg zur Zielklinik zurück. Viele von ihnen sind ehrenamtlich im Einsatz.

Die medizinischen und administrativen Aufgaben des Krankentransports wurden in Zusammenarbeit mit einem internationalem Ärzteteam, einer Assekuranz sowie dem Team des ASB-Rückholdienst beim ASB-Bundesverband, koordiniert. „Die Absprache mit den ASB-Stützpunkten vor Ort funktionierte reibungslos“, stellt Karlheinz Held, Leiter des ASB-Service-Centers und Verantwortlicher für den ASB-Rückholdienst, zufrieden fest.

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