Kostenloser „Leitfaden Katastrophenmedizin“ erschienen


Bonn (pm) – Die fünfte, völlig überarbeitete Auflage 2010 des Leitfadens Katastrophenmedizin der Schutzkommission beim Bundesministerium des Innern ist jetzt erhältlich. 

Der Leitfaden soll nach Aussage des Vorsitzenden der Schutzkommission, Professor Dr. J. W. Weidringer, in der bewährten, jackentaschenfähigen Form Ärzte und weitere Einsatzkräfte sowie Interessierte unterstützen, in Katastrophenfällen „das ärztlich Notwendige zu tun oder zu veranlassen“.

Der Leitfaden ist dazu bestimmt, am Ort des Geschehens zurate gezogen zu werden. Dies wird bei der aktuellen Ausgabe durch eine hemdtaschenfähige Checkliste unterstützt, die die zentralen Informationen des Leitfadens auf Fakten für den Einsatz vor Ort reduziert und in einfacher Sprache allgemein verständlich darstellt. Die Praxistauglichkeit des Leitfadens wird noch gesteigert durch eine CD, die auch weiter gehende Informationen enthält. Auf diese Weise wird für alle an Fragen der Katastrophenmedizin Interessierte eine einfach zu handhabende und doch umfassende Informationsmöglichkeit geschaffen.

Die Neuauflage 2010 des Leitfadens aktualisiert und konsolidiert die bisherigen Aussagen der Schutzkommission und ergänzt diese um zusätzliche Aspekte wie z.B. das Management der psychosozialen Notfallversorgung oder die besondere psychosoziale Situation und die spezifischen Gesundheitsgefahren von Kindern in Katastrophen- und Fluchtsituationen. Der Leitfaden wurde erstmals im Jahr 1982 aufgelegt. Mit insgesamt 275.000 Exemplaren der ersten vier Auflagen hat sich der Leitfaden bisher einer großen Beliebtheit erfreut.
Die Inhalte des Leitfadens können über die Homepage der Schutzkommission www.schutzkommission.de in elektronischer Form abgerufen werden. Die Druckversion des Leitfadens ist über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe www.bbk.bund.de/publikationen kostenfrei erhältlich.

Die Schutzkommission beim Bundesministerium des Innern ist ein ehrenamtlich arbeitendes Expertengremium, das die Bundesregierung in Fragen des Bevölkerungsschutzes berät. Sie besteht zur Zeit aus 27 Experten aus den Fachbereichen Medizin, Ingenieur- und Natur- sowie Sozialwissenschaften. Sie gibt regelmäßig Empfehlungen zu speziellen Fragestellungen des Bevölkerungsschutzes heraus. Diese sind ebenfalls über die Homepage abrufbar.

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