Kölner Rosenmontagszug: 199 Jecke und ein Pferd versorgt


Köln (pm) – Friedliche Feuerstimmung in Köln: Für die Kölner Hilfsorganisationen Malteser, DRK, JUH und ASB war der Rosenmontag weniger arbeitsreich als befürchtet.

Einsatzleiter Klaus Albert vom Malteser Hilfsdienst lobt ausdrücklich die
friedliche Stimmung der Jecken am und im Zug. Beim größten Rosenmontagszug aller Zeiten waren 564 ehrenamtliche Helfer, darunter sieben Ärzte, im Einsatz. Sie mussten 199 kleinere und größere Blessuren an 21 Unfallhilfsstellen behandeln. Für 39 Jecken endete der Rosenmontag in Kölner Krankenhäusern.

Der außergewöhnlichste Patient des Tages war ein Pferd: Es hatte sich am Fuß verletzt und bekam von den Helfern ein Verband angelegt. Ross und Reiter konnten aber nach der Erstversorgung eigenständig den Heimweg antreten.

Die Themen Alkohol und Gewalt spielten laut Albert aus Sicht der Malteser keine große Rolle. Sechs Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mussten durch den Sanitätsdienst versorgt werden. Erfreulich ist, so Albert weiter, dass nur vier Patienten mit Schnittverletzungen behandelt werden mussten. Das Glasverbot habe die Jecken scheinbar sensibilisiert.

Die Seelsorger und Psychologen kamen insgesamt sechs Mal – vornehmlich wegen Liebeskummer – zum Einsatz. Das Patientenaufkommen konnte durch die Einsatzkräfte zu jeder Zeit schnell und professionell abgearbeitet werden, so Albert. Die Zusammenarbeit mit Polizei, Berufsfeuerwehr und Rettungsdienst habe wieder sehr gut funktioniert.

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