Karlsruhe: 17 verletzte Personen nach Explosion


Karlsruhe (ots) – Zu einer folgenschweren Explosion kam es am Mittwoch (15.01.2014) kurz nach 18.00 Uhr in einem Chemielabor des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

Nach einem chemischen Experiment sollten chemische Rückstände in Form von Salpeter- und Schwefelsäure entsorgt werden. Dabei kamen die in einem Glasbehälter abgefüllten Rückstände mit einem organischen Stoff in Berührung, welche zur Explosion des Glasbehälters führten.

In der Folge entwickelten sich Dämpfe. Sie wurden von zahlreichen Personen, die sich im Labor aufhielten, eingeatmet. Die Folgen waren leichten Atembeschwerden.

Ein 24 Jahre alter Student erlitt durch die Glassplitter Schnittverletzungen und vermutlich eine Lungenembolie. Er wurde vom Rettungsdienst in die Notaufnahme des Städtischen Klinikums gebracht. 15 weitere Personen, die sich im Großlabor befanden, brachte der Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser. Hier wurden sie untersucht und zur Überwachung stationär aufgenommen. Ein Feuerwehrmann erlitt im Einsatz zudem eine leichte Verätzung an einem Auge.

Das Gebäude wurde laut Polizei evakuiert und abgesperrt. Durch die Feuerwehr wurden im Gebäudeinnern Messungen durchgeführt. Nach Angaben der Feuerwehr gelangten keine gesundheitsschädigenden Gase ins Freie. Zu einem Brand war es nicht gekommen.

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