ICE mit 600 Fahrgästen steckte im Tunnel fest


Leinach/ Kr. Würzburg (pol) – Am Montagvormittag ist auf der Bahnstrecke Frankfurt–Würzburg bei Leinach ein Mann von einem ICE erfasst und dabei tödlich verletzt worden. Der Zug kam anschließend in dem etwa zwei Kilometer langen Tunnel zum Stehen.

Der Unfall ereignete sich gegen 9.30 Uhr am Beginn des Neubergtunnels auf der Leinacher Seite. Dort wurde der Mann von dem Zug erfasst, der von Hamburg-Altona nach München unterwegs war. Nach den inzwischen vorliegenden Erkenntnissen, hat sich die Person überfahren lassen. Der Zugverkehr wurde in der Folgezeit in beiden Richtungen eingestellt.

Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei Würzburg mit Unterstützung von Beamten der Polizeiinspektion Würzburg-Land und der Bundespolizei. Auch die Feuerwehren waren mit einem Großaufgebot von etwa 80 Mann vor Ort.

Um die ca. 600 Reisenden abzuholen, hatten die Deutsche Bahn von Würzburg aus einen Ersatzzug geschickt, in den die Reisenden im Tunnel direkt umsteigen konnten. Gegen 13.20 Uhr verließ der Zug den Tunnel. Danach wurden die Insassen in Richtung München weiter transportiert. Sowohl während der Fahrt als auch beim Aufenthalt im Bahnhof Würzburg wurden die Reisenden mit Getränken versorgt. Beamte der Bundespolizei waren während des Zwischenstopps am Bahnhof Würzburg ebenfalls vor Ort.

Die weiteren Planungen sehen so aus, dass der ICE, der an dem Unfall beteiligt war, aus dem Tunnel geschleppt und unmittelbar danach auf mögliche Spuren hin untersucht wird. Sollte dies an Ort und Stelle nicht möglich sein, muss der Zug weiter geschleppt werden. Ab wann der Zugverkehr wieder freigegeben werden kann, steht noch nicht fest.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?