Hochspannung verhindert schnelle Rettung


Halle (BF) – Am Sonntag wurde die Feuerwehr Halle (Saale) zu einem schweren Unfall an der Berliner Brücke gerufen. Ein Mann stürzte von der Brücke ins Bahngleis und riss zugleich den Fahrdraht nieder.

Aus noch nicht vollständig geklärten Umständen stürzte eine männliche Person von der Brücke auf die Gleisanlagen der Bahn. Dabei berührte die Person die Fahrleitung und erlitt einen Spannungsüberschlag. Dadurch wurde die Leitung so stark beschädigt, dass sie zerriss und auf den Boden fiel. Mit schwersten Brand-und Sturzverletzungen lag die Person anschließend regungslos auf dem Gleisbett.

Da die gerissene Fahrleitung an zwei Punkten und in unmittelbarer Nähe zum Verletzten das Gleis berührte, war eine sofortige Rettung leider nicht möglich. Bei der Berührung von Hochspannungsleitungen der Eisenbahn mit dem Erdboden kommt es in einem Umkreis von bis zu zehn Metern zu lebensgefährlichen Stromflüssen. Das Risiko für die Rettungs- und Einsatzkräfte, eine schwere oder sogar tödliche Verletzung bei der Annäherung an den Verunglückten zu erleiden, wäre dabei unkalkulierbar hoch. Erst nachdem die Fahrleitungsanlage abgeschaltet und vor sowie hinter der Einsatzstelle durch den Notfallmanager der DB AG mittels sogenannter Erdungsgarnituren bahngeerdet wurde, konnte die Unglücksstelle gefahrlos von den Rettungskräften erreicht werden.

Daraufhin wurde durch den anwesenden Rettungsdienst mit der sofortigen medizinischen Versorgung des Verunfallten begonnen. Die Kräfte der Feuerwehr Halle (Saale) unterstützten dabei und halfen beim anschließenden Transport über die Gleisanlagen zum Rettungswagen. Der Verletzte wurde weitestgehend stabilisiert und mit schwersten, lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus verbracht.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?