Hilfswelle für Südostasien rollt


Köln (rd.de) – Nach den verheerenden Erdbeben und Überschwemmungen in Südostasien haben Hilfsorganisationen auch aus Deutschland eine umfangreiche Hilfswelle gestartet.

Als Reaktion auf die beiden schweren Erdbeben, die die indonesische Insel Sumatra erschüttert haben, stellt zum Beispiel der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) 15.000 Euro Soforthilfe aus dem Nothilfefonds bereit. Außerdem sei ein dreiköpfiges ASB-Team unterwegs in die Erdbebenregion, um den Hilfebedarf der Bevölkerung zu ermitteln.

„Wir werden so schnell wie möglich mit Nothilfemaßnahmen beginnen“, kündigte Edith Wallmeier, Leiterin der Auslandshilfe beim ASB-Bundesverband, an. Der ASB ist seit 2006 in Indonesien mit vier internationalen und mehr als 50 lokalen Mitarbeitern tätig. Schwerpunkte der Projektarbeit sind Nothilfe und Katastrophenprävention.

Die Malteser stellen für die Opfer der Erdbeben auf Sumatra 20.000 Euro zur Verfügung. Die Überlebenden benötigten insbesondere Notunterkünfte, Nahrungsmittel, sauberes Trinkwasser und notfallmedizinische Versorgung, teilte die Organisation mit. Eine deutsche Expertin von Malteser International sei auf dem Weg nach Padang, um den Hilfebedarf zu erkunden und so schnell wie möglich humanitäre Hilfe zu leisten.

Eine lokale Partnerorganisation der Malteser ist mit einem vierköpfigen Team (Arzt, Krankenschwester, Physiotherapeut und Logistiker) und mit Hilfsgütern wie Decken, Zeltplanen, Hygienekits und Medikamenten auf dem Landweg unterwegs nach Padang, um im Katastrophengebiet das Material zu verteilen und mobile medizinische Versorgung zu leisten. Die Malteser sind seit dem Tsunami 2004 in Indonesien tätig und leisteten auch nach dem schweren Erdbeben auf Java im Mai 2006 Not- und Wiederaufbauhilfe.

Weitere 20.000 Euro stellen die Malteser für Nothilfemaßnahmen nach dem Tropensturm Ketsana in Vietnam bereit, der zu großflächigen Überschwemmungen in Zentralvietnam geführt hat.

Indonesien wird regelmäßig von schweren Erdbeben heimgesucht. So wurden etwa Anfang September 2009 weite Teile Westjavas durch Erdstöße der Stärke 7,3 erschüttert.

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