Herzinfarkt-Symptome bei Frauen häufig nicht bekannt


Frankfurt am Main (pm) – Die typisch weiblichen Herzinfarkt-Symptome sind in der Bevölkerung gänzlich unbekannt. Dies fand eine repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Techniker Krankenkasse heraus.

Mehr als 29.000 Männer und Frauen aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland mussten 2008 wegen eines akuten Herzinfarktes im Krankenhaus behandelt werden – mehr als ein Drittel davon (fast 10.900) waren Frauen. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) wissen 52 Prozent der Befragten aus den genannten Bundesländern nicht, dass Männer und Frauen unterschiedliche Herzinfarkt-Symptome zeigen können.

„Viele Frauen kommen nicht auf die Idee, dass ihnen ein Infarkt droht“, sagt Denise Jacoby, Sprecherin der TK in Hessen. „Die vermeintlich klassischen Symptome für einen Infarkt wie Engegefühl und Schmerzen im Brustkorb fehlen oftmals.“ Die Folge: Die Anzeichen werden häufig nicht ernst genommen oder nicht erkannt, der Arzt zu spät oder gar nicht aufgesucht.

Frauentypische Symptome können zum Beispiel ungewöhnliche Müdigkeit und Schwäche, anhaltende Schlafstörungen, Kurzatmigkeit, Übelkeit und Erbrechen bei körperlicher Belastung, Schmerzen im Oberbauch, am Hals und im Nacken sein. Befragt nach den Anzeichen eines Herzinfarktes werden diese Symptome jedoch kaum genannt. Nur drei Prozent der Menschen in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland nannten „Schmerzen im Oberbauch“ und vier Prozent „Müdigkeit und Schlafstörungen“ als ein mögliches Anzeichen für einen Herzinfarkt. Vermeintlich klassische Symptome wie „Schmerzen im Brustkorb“ wurden demgegenüber von mehr als 49 Prozent genannt.

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