Halten Kassen Geld für Wasser- und Bergwacht zurück?


Halle (ots) – In Sachsen-Anhalt leiden Wasser- und Bergretter noch immer unter einer miserablen Finanzierung. Das berichtete die in Halle erscheinende „Mitteldeutsche Zeitung“ (MZ) in ihrer Ausgabe vom 20.08.2013.

Zwar schreibt das seit acht Monaten geltende neue Rettungsdienstgesetz des Landes erstmals eine pauschale Grundfinanzierung für Berg- und Wasserwachten vor. So sollen Vorleistungen für Einsatzbekleidung, Material, Reparaturen oder Versicherungen beglichen werden. Doch Verhandlungen zwischen der Arbeitsgemeinschaft der Rettungsdienste und den Krankenkassen scheiterten bislang am Widerstand der Kassen.

In einem der MZ vorliegenden Schreiben teilt der Verhandlungsführer der Kassen, AOK-Vorstand Ralf Dralle, mit, dass die Kassen momentan keine Verpflichtung sehen würden, die per Gesetz in Aussicht gestellten „besonderen Entgelte vertraglich mit einem Anbieter zu vereinbaren“. Dabei geht es nach MZ-Informationen um rund 120.000 Euro pro Jahr. Sowohl bei den Hilfsorganisationen wie auch in der Landespolitik stößt dies auf Kritik.

One Response to “Halten Kassen Geld für Wasser- und Bergwacht zurück?”

  1. thomaswagner on August 29th, 2013 16:23

    Schon bemerkenswert dass sich die (wohlgemerkt) GESETZLICHEN Kostenträger über ein GESETZ hinwegsetzen… Und das offenbar auch noch ungestraft, denn mehr als „Kritik in der Landespolitik“ gibts ja offensichtlich nicht…
    Traurigerweise ist der Zustand der schlechten Finanzausstattung aber nicht nur in Sachsen-Anhalt gegeben. Auch die sture Vorgehensweise der „Zentralbeschaffung“, die oft genug an den Anforderungen der „Arbeiter“ und den einsatzbezogenen Erfordernissen vorbeigehen und nicht die geringste Änderung oder Anpassung zulassen, tragen zu der Misere bei, den unzureichendes oder schlicht falsches Material verschlingt unnötigerweise Unsummen.

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