Gyrocopter stürzt in den Wald


Bovenden (KFV) – Ein Gyrocopter stürzte am Freitagabend (7.8.09) nahe der Burg Plesse bei Bovenden ab. Trotz der Rettungsmaßnahmen kamen Flugbegleiter und Pilot ums Leben.

Ein Tragschrauber (Gyrocopter) ist eine Mischung zwischen einem Ultraleichtflieger und einem Hubschrauber. Er ähnelt in seiner Funktionsweise einem Hubschrauber. Jedoch wird der Rotor nicht durch ein Triebwerk, sondern durch den Fahrtwind in Drehung versetzt.

Ein solcher Gyrocopter, besetzt mit dem Piloten und einem Fluggast, befand sich auf einem Rundflug über der Burg Plesse bei Eddigehausen, als nach Zeugenaussagen gegen 19.45 Uhr der Motor des Fluggeräts über dem Waldgebiet zu stottern begann. Darauf hin versuchte der Pilot vermutlich als Notlandeplatz den oberen Parkplatz der Burg Plesse zu erreichen. Dies gelang jedoch nicht und das Fluggerät streifte einen Baum und zerschellte dann ca. 200 m nördlich vom Parkplatz entfernt mitten im Wald.

Sofort wurden die Feuerwehren Bovenden, Eddigehausen und Reyershausen zu Hilfe gerufen. Bei Eintreffen der ersten Rettungskräfte an der Absturzstelle, fanden sie die beiden Insassen in den Sitzen des Gyrocopters eingeklemmt vor.

Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Weil der Göttinger Rettungshubschrauber „Christoph 44“ in einem anderen Einsatz gebunden war, brachte der „Christoph 7“ aus Kassel einen weiteren Notarzt zur Einsatzstelle.

Die intensiven Bemühungen und sofortigen Wiederbelebungsversuche vor Ort konnten aber nicht verhindern, das der 50-jährige Fluggast noch an der Absturzstelle verstarb.

Es wurde versucht den 56-jährige Piloten mit einem RTW ins Göttingen Klinikum zu bringen, doch er erlag seinen schweren Verletzungen noch auf dem Transportweg.

Das Wrack wurde von der Polizei beschlagnahmt und die Bundesstelle für Fluguntersuchungen aus Braunschweig benachrichtigt.

(Text: KFV Göttingen, tk)

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