Gutes Auge: Feuerwehr findet Unfallfahrzeug


Schwelm (ots) – Die Feuerwehr in Schwelm wurde am Sonntagabend mit dem Stichwort „Baum auf Fahrbahn“ zur Autobahn A 43 geschickt. Den Baum gab es, aber auch ein Unfallfahrzeug in einer tiefen Böschung.

Die Einsatzstelle befand sich im Bereich der Fahrtrichtung Münster, etwa 1000 m vor der Anschlussstelle Sprockhövel. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte lag ein Baum auf dem Standstreifen und der rechten Fahrbahn. Die Leitplanke war in diesem Bereich stark beschädigt. Bei der Erkundung erkannten die Einsatzkräfte einen schwer beschädigten PKW, der hinter der Leitplanke in etwa 8 – 10 m tiefen Böschung mit einem Bachbett und zwischen Bäumen lag. Sofort wurden weitere Einsatzkräfte sowie der Rettungsdienst nachalarmiert.

Im PKW befand sich zu diesem Zeitpunkt der schwerstverletzte Fahrer, der in seinem auf der Seite liegenden Fahrzeug massiv eingeklemmt war. Von den Einsatzkräften wurde eine Zugangsöffnung geschaffen um eine erste medizinische Versorgung sicherzustellen und die Lage im Innenraum des Fahrzeuges zu erkunden. Bei der ersten Versorgung unterstützte ein zufällig anwesender Arzt die Einsatzkräfte, da der Rettungsdienst noch nicht vor Ort war.

Im Anschluss musste das instabile Fahrzeug mit Hölzern unterbaut und abgesichert werden. Danach wurde das Dach mit schwerem Gerät vom Fahrzeug getrennt und weggeklappt, um den Fahrer befreien zu können. Dafür musste das gesamte Gerät von der Autobahn aus die steile Böschung hinab geschafft werden, um es dort einsetzen zu können. Nach etwa 60 Minuten konnte der Patient aus dem Fahrzeug befreit und vom Rettungsdienst noch im Wald versorgt werden.

Für die Versorgung und den schnellen Transport des Patienten wurde auch ein Rettungshubschrauber angefordert, der auf der gesperrten Autobahn landete. Nach der Versorgung des Patienten wurde dieser mit Hilfe einer so genannten Schleifkorbtrage und einer Vakuummatratze von den Einsatzkräften über die steile Böschung zur Autobahn zurück gebracht und konnte dort an den Rettungshubschrauber übergeben werden, der den Patienten in eine Dortmunder Spezialklinik flog.

Nach der Rettung des Patienten sicherte die Feuerwehr die Einsatzstelle weiter ab und unterstützte das Absperrunternehmen bei der Bergung des Fahrzeuges.

Vor Ort waren 31 Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes unter der Leitung des stv. Leiters der Feuerwehr Dipl.-Ing. Markus Kosch im Einsatz. Während des Einsatzes wurde die Feuer- und Rettungswache von weiteren 10 Kräften besetzt um mögliche Paralleleinsätze abarbeiten zu können und bei Schadenslagen im Heimatfestbereich schnell reagieren zu können. Neben den Hauptamtlichen Kräften und dem Einsatzführungsdienst waren ehrenamtliche Kräfte aller Einheiten in die Einsatzbearbeitung und Wachbesatzung eingebunden.

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