Gefahrgutaustritt im Frachtzentrum


Kreis Regensburg (pol) – Zu einem Betriebsunfall mit Austritt von Gefahrgut kam es am Donnerstag, 18.11.2010, gegen 06.40 Uhr in einem Paket- und Frachtzentrum in Obertraubling.

Im Bereich eines Förderbandes der Umschlaghalle stellten zwei Arbeiter ein beschädigtes Paket fest, aus dem Flüssigkeit austrat und beißenden Geruch verbreitete. Sie veranlassten sofort die Räumung der Halle, in der sich zu dieser Zeit ca. 30 Personen befanden und verständigten die Integrierte Rettungsleitstelle.

Die ca. 90 Einsatzkräfte der alarmierten Feuerwehren Neutraubling, Obertraubling, Pentling, Burgweinting, Gebelkofen und der Berufsfeuerwehr Regensburg unter Leitung von Kreisbrandrat Knott sperrten das Gelände weiträumig ab, banden die ausgelaufene Flüssigkeit und deponierten das beschädigte Gefäß in einem Bergefass.

In dem Gebinde hatten sich ursprünglich 500 ml Ammoniak befunden. Ein Teil davon war durch die Beschädigung ausgetreten. Die eingesetzten Kräfte des Rettungsdienstes kümmerten sich um Personen, die über Atemwegsbeschwerden und Reizhusten klagten. Insgesamt wurden 16 Personen ärztlich registriert, drei davon wurden vorsorglich in ein Regensburger Krankenhaus eingeliefert.

Die Umschlaghalle konnte nach zwei Stunden für den Betrieb wieder freigegeben werden. Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Wie es zur Beschädigung des Paketes kam, ist noch völlig ungeklärt. Der Gefahrguttrupp der Polizei und das Gewerbeaufsichtsamt Regensburg wurden zu den Ermittlungen hinzugezogen.

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