Freistaat steht zur Finanzierungshilfe für den Digitalfunk


München (pm) – Der Freistaat Bayern steht bei der Einführung des Digitalfunks uneingeschränkt zu seiner 2009 mit den kommunalen Spitzenverbänden und den Krankenkassen getroffenen Kostenvereinbarung.

Derzeit werde die Einführung des BOS-Digitalfunks mit höchster Priorität vorangetrieben. Der neue digitale Einsatzfunk wird in München bereits genutzt. In Schweinfurt wurde der digitale Funk vor wenigen Tagen testweise bei zwei Großveranstaltungen erfolgreich genutzt.

In Bayern sind derzeit nahezu 850 der insgesamt etwa 945 benötigten Standorte für Sende- und Empfangsanlagen mindestens mit Vorvertrag gesichert. Bei 422 Standorten wurde mit dem Bau begonnen, 281 Standorte sind bereits fertiggestellt. Die noch ausstehenden Standorte befinden sich überwiegend in alpinen Bereichen, die aufgrund der Topografie besonders sorgsam geplant werden müssen.
In München nutzt die Polizei den Digitalfunk bereits im Einsatz. Auch der Einsatz beim Champions-League-Endspiel in München Ende Mai wird digital abgewickelt. Die Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Raum München arbeiten ebenfalls an der Umstellung. Als nächster bayerischer Netzabschnitt ist die Inbetriebnahme des Digitalfunks in Mittelfranken Mitte 2013 vorgesehen, danach folgen das nördliche Oberbayern und Unterfranken.

Neben den Kosten für den Betrieb des Netzes fallen für die Umstellung auf den digitalen Einsatzfunk bei den Nutzern zusätzliche Aufwände an, zum Beispiel für die Anpassung der Technik in den Integrierten Leitstellen, die Rettungsdienst und Feuerwehr alarmieren. Die Investitionskosten werden dabei bereits zu mehr als 90 Prozent vom Freistaat Bayern getragen. Auf Wunsch der kommunalen Spitzenverbände und der Krankenkassenverbände in Bayern verhandelt das Innenministerium derzeit mit den Beteiligten, inwieweit auf deren Seite entstehende betriebliche Aufwände durch zusätzliche staatliche Unterstützung verringert werden können.

„Es zeugt von großer Unkenntnis, wenn die `Freien Wähler` von Kostenabwälzungen sprechen, während wir uns überlegen, die Kommunen von Kosten zu entlasten“, sagte Innenstaatssekretär Gerhard Eck und kündigt an mit den Beteiligten das Gespräch zu suchen. Bei den Gesprächen soll auch Art und Umfang der Endgeräteförderung nochmals erörtert werden.

Mehr zum Thema: Bayerns Gemeinden drohen mit Digitalfunkausstieg

4 Responses to “Freistaat steht zur Finanzierungshilfe für den Digitalfunk”

  1. Frank Kumpfmüller via Facebook on Mai 16th, 2012 13:10

    Sagt man jetzt, aber „echter“ Digitalfunk wird nicht mehr kommen.

  2. Frank Kumpfmüller via Facebook on Mai 16th, 2012 13:10
  3. alex on Mai 21st, 2012 17:59

    Tetra Digitalfunk dient dem Militär und Geheimdienst!
    Über ein europaweites zusammenhängendes staatliches Netz an Digitalfunkstationen kann man später Drohnen über weite Strecken einsetzen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für die Überwachung durch den Staat und die Landesverteidigung aus der Luft.

  4. SH on Mai 22nd, 2012 12:29

    @alex:
    Aber bestimmt nicht mit 2kbit/s Datendurchsatz aud dem Datenkanal

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