Frau durch Fettexplosion verletzt


Hannover (BF) – Bei der Zubereitung einer Mahlzeit erlitt eine junge Frau am Dienstag durch eine Fettexplosion Verbrennungen des Oberkörpers und der Arme. In der betroffenen Wohnung entstand lediglich geringer Sachschaden.

Um 19.12 Uhr erhielt das Lage- und Führungszentrum der Feuerwehr Hannover die Meldung über eine Rauchentwicklung in der Haltenhoffstraße im Stadtteil Nordstadt.

Beim Eintreffen des Löschzuges der Feuer- und Rettungswache 2 war eine Küche im zweiten Stock eines dreigeschossigen Wohnhauses leicht verqualmt. Ursache war vermutlich eine Fettexplosion. Dabei wurde eine junge Frau verletzt. Sie musste vom Rettungsdienst mit Verbrennungen am Oberkörper und an den Armen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Ein aufmerksamer Passanten hat bei diesem Unfall durch sein beherztes Eingreifen vermutlich Schlimmeres verhindert: Er war sofort in die Wohnung gelaufen, hatte die brennende Pfanne aus dem Fenster geworfen und so die Gefahr beseitigt.

Im Einsatz waren 24 Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte mit acht Einsatzfahrzeugen.

Stichwort Fettexplosion
Zu einer Fettexplosion kann es kommen, wenn versucht wird, brennendes Öl oder Fett in einem Gefäß (z.B. Kochtopf, Friteuse oder Pfanne) mit Wasser zu löschen. Das bis 300 Grad Celsius heiße Öl/Fett lässt das auftreffende und zum Teil in die Flüssigkeit eindringende Wasser schlagartig verdampfen und damit auf das 1.700-fache Volumen expandieren (1 Liter Wasser = 1.700 Liter Dampf). Dadurch wird das brennende Öl/Fett explosionsartig  verteilt.

Brennendes Fett oder Öl darf deshalb niemals mit Wasser gelöscht werden! Es reicht in der Regel aus, einem solchen Brand durch das Auflegen eines Deckels oder einer Löschdecke die für den Verbrennungsvorgang notwendige Sauerstoffzufuhr abzuschneiden und die Flammen somit zu ersticken.

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