Forschungspreis der DRF Stiftung Luftrettung verliehen


Dr. Hans Jörg Eyrich, Prof. Dr. Erik Popp,  Preisträger Dr. Christian Kleber, Prof. Dr. André Gries (v. li.). Foto: DRF Luftrettung

Dr. Hans Jörg Eyrich, Prof. Dr. Erik Popp, Preisträger Dr. Christian Kleber, Prof. Dr. André Gries (v. li.). Foto: DRF Luftrettung

Filderstadt (DRF) – Die DRF Stiftung Luftrettung hat zum 3. Mal einen Forschungspreis zur Förderung des notfallmedizinischen Fachaustausches vergeben.

Stellvertretend für seine Arbeitsgruppe nahm Dr. Christian Kleber den Preis am Freitag (23.05.2014) in Filderstadt entgegen. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung hat zum Ziel, die Forschung und medizinische Versorgung in der präklinischen Notfallversorgung voranzutreiben. Der medizinisch-wissenschaftlichen Beirat der DRF Luftrettung koordiniert den Forschungspreis. Alle Arbeiten durchlaufen eine unabhängige Begutachtung durch externe Experten.

„Requirement for a structured algorithm in cardiac arrest following major trauma: Epidemiology, management errors, and preventability of traumatic deaths in Berlin“, ist der Titel der Studie, die die Gutachter und Mitglieder des Beirats überzeugt hat. Durchgeführt wurde sie in einer „Interdisziplinären Kooperation zwischen dem Institut für Rechtsmedizin und der AG Polytrauma des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité – Universitätsmedizin Berlin“.

Gegenstand der Untersuchung ist die Frage, warum schwerverletzte Patienten mit Kreislaufstillstand eine deutlich schlechtere Überlebenschance haben als Patienten, die unverletzt sind und einen Kreislaufstillstand beispielsweise durch einen Herzinfarkt erlitten haben. Ziel der Forschungsgruppe war es zu prüfen, welche präklinischen Maßnahmen das Überleben dieser speziellen Patientengruppe verbessern können und ob vermeidbare Fehler bei der Behandlung existieren.

Prof. Dr. Erik Popp, Projektleiter Forschungspreis im medizinisch-wissenschaftlichen Beirat der DRF Luftrettung, erläutert: „In diesem Jahr-haben wir vier hochkarätige Arbeiten erhalten, die wir der Gutachterkommission vorgelegt haben. Wir freuen uns, den Forschungspreis der Arbeitsgruppe von Dr. Christian Kleber verleihen zu können, da sich ihre Arbeit durch eine Kooperation klinisch tätiger Ärzte und der Rechtsmedizin auszeichnet. Relevant ist auch der praxisnahe und handlungsorientierte Ansatz, denn die Autoren fordern – basierend auf ihren Ergebnissen – einen speziellen Trauma-Reanimation-Algorithmus zu entwickeln und liefern dafür auch gleich einen Vorschlag.“

(Foto: DRF Luftrettung)

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