Flucht vor der Polizei: Motorradfahrer rast in den Tod


Neustadt (pol) – Am Sonntag war eine Streifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion Neustadt mit einem Polizei-VW-Bus zu Verkehrskontrollen im Elmsteiner Tal unterwegs. Ein sich auffällig verhaltender Motorradfahrer versuchte sich der Polizeikontrolle zu entziehen und raste in den Tod.

Gegen  9.50 Uhr  wurde die Streife im Bereich des AVG-Kreisels auf einen Kradfahrer aufmerksam, da dieser seine Maschine (Suzuki, Typ GSX R 1000) mehrmals aufheulen ließ, losfuhr und danach mit überhöhter Geschwindigkeit davonfuhr.

Nach bevor die Streifenwagensatzung den Motorradfahrer einholen konnte, sahen sie, wie dieser an dem zweiten Kreisel (B 38/ Ausfahrt) Branchweilerhofstraße aufgrund seiner Fahrweise beinahe gestürzt wäre und seine Maschine abwürgte.

Inzwischen dort ebenfalls eingetroffen, gab der Polizeibeamte Anhaltezeichen, was der Kradfahrer jedoch ignorierte. Es gelang ihm seine Maschine wieder in Gang zu bringen und er fuhr mit sehr hoher Geschwindigkeit über die B 38 davon, wobei er einen vor ihm fahrenden PKW überholte.

Die nun mit eingeschalteten Martinshorn und Blaulicht folgende Funkstreifenbesatzung verlor den Motorradfahrer kurzzeitig aus den Augen.

In weiteren Verlauf kam der Kradfahrer in der zur A 65 führenden Auffahrt, Fahrtrichtung Ludwigshafen, von der Fahrbahn ab und prallte in die Leitplanke, an der er einige Meter entlang schlidderte. Schließlich prallte er  am Ende der Auffahrt mit voller Wucht in die Querverstrebung  eines Leitplankenteils, so dass das  Motorrad 70 Meter weiter auf den Zubringer der  A 65 geschleuderte wurde und dort auf dem Fahrtstreifen liegen blieb.

Die unmittelbar hierauf eintreffende Streife fand den schwerstverletzten Motorradfahrer an der Unfallstelle vor.  Trotz Reanimationsmaßnahmen  des mit einem Rettungshubschraubers zur Unfallstelle gebrachten Notarztes, verstarb er noch an der Unfallstelle an der Schwere seiner Verletzungen.

Bei dem tödlich verunglückten Kradfahrer handelt es sich um eine  26-jährigen Mann aus Zweibrücken. Die Unfallstelle war zur Unfallaufnahme bis gegen 13 Uhr voll gesperrt. Bei dem Unfall war auch ein Gutachter vor Ort eingeschaltet. Der Leichnam des tödlich Verunglückten wurde sichergestellt. Eine Blutprobe wurde entnommen. Das Motorrad wurde beschlagnahmt.

6 Responses to “Flucht vor der Polizei: Motorradfahrer rast in den Tod”

  1. Frank on April 4th, 2011 22:45

    Schade, dass der RTH noch ausrücken musste. Solche Spinner gibt es viel zu oft!

  2. digiskorpion on April 9th, 2011 07:25

    so ein schwachsinn..die polizei ist schuld.. mit ihren verfolgungsfahrten (ala alarm für cobra11) gefährden sie noch viele andere verkehrsteilnehmer und treiben den biker in den tod..sie hatten das kennzeichen und hätten ihn auch so aus denm verkehr ziehen können..

  3. charlie-zulu on April 11th, 2011 10:00

    Hört sich wie das Gejaule von genau DEN Leuten an, die ständig „Ärger“ mit der Polizei haben und sich darauf hin immer über diese auskotzen.

    Klar, die Cops sind IMMER schuld! In den Tod getrieben haben se ihn, den armen Raser!
    Aber wehe sie verfolgen ihn nicht sondern bauen mehr Blitzer auf, dann geht das Gejammer erst richtig los! Abzocke, Wegelagerer!

    Solche Spinner können die von mir aus mit dem Taser vom Motorrad oder aus dem Auto bruzeln bis sich die Farbe vom Lack drei mal geändert hat.

  4. NovemberW on April 12th, 2011 19:47

    @digiskorpion:
    Das würde im Umkehrschluss ja bedeuten, dass die Polizei niemanden mehr verfolgen darf, der auch nur die Andeutung einer Flucht macht!
    Wo kämen wir denn da hin? Selten einen solchen Schwachsinn gehört!!!

  5. 1%er on Juni 24th, 2011 09:08

    Wenn ich als (mal angenommen) Polizeibeamter sehe, dass einer so bescheuert davonrast, dass er schon fast gestürzt wäre, dann beginne ich keine Verfolgungsfahrt. Ist doch ein logisches Fazit, oder etwa nicht? Oder ist das etwa so etwas Besonderes, dass ein Biker schneller fährt wie erlaubt und mal seinen Motor aufheulen lässt?

  6. locco on Juni 24th, 2011 12:53

    Schuldzuweisungen an die Beamten sind doch völlig daneben. Erst folgten sie dem Motorrad lediglich. Erst nach dem ersten Sturz nahmen sie die Verfolgung mit Sondersignalen auf.

    Der Motorradfahrer traf seine Entscheidung selbst und ist dafür auch voll verantwortlich. Durch seine Fahrweise gefährdete er ja schließlich auch andere Mitbürger. Jeder normale Mensch wäre rechts an den Fahrbahnrand gefahren.

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