First Responder bringen Reanimationshilfe an Einsatzstellen


Herrsching (rd.de) – Die First Responder der Feuerwehr Herrsching wollen das therapiefreie Intervall verkürzen und die notfallmedizinische Versorgung optimieren. Seit Ende April unterstützt man den Rettungsdienst mit der Reanimationshilfe LUCAS 2.

Aus Spendenmitteln der Allianz AG und weiteren lokalen Spendern wurde das elektrisch betriebene Reanimationsgerät LUCAS 2 beschafft. Seither rückten die First Responder 28 Mal zu Einsätzen in den Landkreisen Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg aus, um dem Rettungsdienst mit den Reanimationsgerät auszuhelfen.

Ob Reanimation oder Krankenhausverlegung, es sind die First Responder aus Herrsching, die das Reanimationsgerät an die Einsatzstellen transportieren. Die maschinelle Herzdruckmassage gilt als effektiv und ist ohne Zweifel besonders bei Transporten unter Reanimationsbedingungen von Vorteil. Studien haben gezeigt, dass die Quote der unter Reanimation eingelieferten Patienten steigt, wenn eine solche Reanimationshilfen mitgeführt wird.

In Herrsching bedeutet die Bereitstellung der Reanimationshilfe für den regulären Rettungsdienst ein zusätzliches Einsatzaufkommen mit weiterer zeitlicher Bildung, weil das Gerät über den First-Responder-Einsatzradius hinaus zu den Einsatzstellen gebracht wird: „In der Praxis werden wir von der Leitstelle Fürstenfeldbruck mit der Reanimationshilfe parallel zum Rettungsdienst alarmiert, wenn bei der Notfallmeldung bereits klar ist, dass es sich um eine Reanimation handelt oder das Meldebild einen solchen Schluss nahelegt“, erklärt Martin Wastian, Leiter der First-Responder in Herrsching. Auch bei einer Verlegung eines regelmäßig reanimationspflichtig werdenden Patienten war das Gerät bereits erfolgreich im Einsatz.

Die Abdeckung der Bevölkerung mit einem First-Responder-Dienst leidet unter dieser Zubringerfunktion jedoch nicht. „Wenn wir mit den Reanimationsgerät unterwegs sind, weiß die Leitstelle, dass man die Alarmschleife bei einem First-Responder-Einsatz erneut ansprechen kann“, so Wastian. Die Freiwillige Feuerwehr hält nämlich zwei weiteren Ausrüstungen bereit.

Mit 200 Einsätzen pro Jahr sind die Leistungen der First Responder aus Herrsching gut nachgefragt. Es ist auch keine Überraschung, wenn First-Responder im Kreis eine Vorreiterrolle bei Innovationen übernehmen. Auf Dauer gehört ein Reanimationsgerät sicherlich auf die Notarzteinsatzfahrzeuge. Die Einsatzstatistik der First-Responder dokumentiert hier einen Bedarf.

Ganz billig ist das Reanimationsgerät übrigens nicht. Das LUCAS 2 von Physio-Control schlägt mit etwa 12.500 Euro zu Buche.

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