Film motiviert zur schnell erlernbaren Herzdruckmassage


Frankfurt/Main (DHS) – Die Deutsche Herzstiftung hat einen neuen Film zur Herzdruckmassage vorgestellt. Ziel ist es, Laien die Technik in weniger als einer Minute zu vermitteln.

„Banküberfall! Geld her und keine Dummheiten!“ – Hautnah erlebt der Zuschauer in dem neuen Wiederbelebungs-Film der Deutschen Herzstiftung aus der Perspektive des Überwachungsvideos einer Bank: So plötzlich und unvermittelt der Überfall Bankangestellte und anwesende Kunden in Schockstarre versetzt, ebenso plötzlich überfällt der Herzstillstand einer Frau alle Anwesenden – allen voran den Bankräuber. Aber ausgerechnet er handelt als einziger sofort und wird jetzt zum Ersthelfer, der alles richtig macht: mobilisiert zur Hilfe und lässt sofort den Notruf 112 absetzen. Dabei prüft er, ob ein Herzstillstand vorliegt und wendet umgehend die alleinige Herzdruckmassage ohne Mund-zu-Mund-Beatmung an, bis der Notarzt eintrifft.

Der Film zeigt in 55 Sekunden am Beispiel des Bankräubers, gespielt von dem Fernsehdarsteller Karsten Speck, worum es beim Herznotfall vor allem geht: Für das Leben der Betroffenen zählt einzig und allein, dass Umstehende schnell und richtig handeln, indem sie nach dem Notruf 112 auch die Herzdruckmassage durchführen.

„Der Film spitzt genau das zu: Jedermann kann beim Herznotfall helfen! Was zählt, ist der Mut der Umstehenden, sofort zu reagieren und nach der 112 auch die alleinige Herzdruckmassage anzuwenden, bis der Notarzt kommt. Auch Laien können sie sehr leicht lernen. Dennoch wird sie heute viel zu häufig unterlassen“, betont der Notfallmediziner Prof. Dr. Dietrich Andresen, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung und Kardiologe an der Ev. Elisabeth-Klinik Berlin. „In aller Regel sind die Menschen enttäuscht, wenn sie den Eindruck haben, sie könnten eigentlich helfen, aber sie können es nicht, weil sie nicht ausgebildet sind oder weil sie sich nichts zutrauen. Mit dem Film zeigen wir der Bevölkerung in wenigen Sekunden, wie die Herzdruckmassage funktioniert und ermuntern sie zur Anwendung.“

(09.07.2014)

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