Feuer im Klinikum Konstanz


Konstanz (KK) – Bei einem Brand im Operationsbereich des Konstanzer Klinikums ist in der Nacht auf Dienstag Millionenschaden entstanden. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann verletzt. Patienten kamen nicht zu Schaden. Der Operationstrakt wurde teilweise beschädigt.
Kurz nach 0.30 Uhr hat die automatische Brandmeldeanlage die Feuerwehr alarmiert. Kurz darauf meldete ein Klinikmitarbeiter, dass es auf der Ebene D, wo sich die sechs Operationsräume befinden, verraucht sei.
Etliche Atemschutztrupps suchten die auf mehreren Etagen verrauchten Flure und Zimmer ab. Parallel hierzu suchten sie nach der Brandstelle, was sich als sehr personalintensiv und langwierig herausstellte. Starke Hitze und dichter Rauch erschwerten die Löscharbeiten. Nach über anderthalb Stunden war das Feuer gelöscht. Die beiden Drehleitern sicherten neben dem Zugang über das Treppenhaus weitere Angriffs- und Rettungswege.

 
Das Pflegepersonal verlegte die Patienten der operativen Intensivstation auf der Ebene D. Auf Ebene E wurden fünf Patienten der Neugeborenenintensivstation zu ihren Müttern auf die Geburtshilfestation gebracht. Drei Neugeborene konnten in ihren Inkubatoren bleiben, da die Feuerwehr mit Hilfe eines elektrischen Hochleistungslüfters für ausreichend Luft sorgte. Der Chefarzt der Kinderklinik sowie eine Oberärztin und das Fachpflegepersonal betreuten die Kleinen.

 
In den übrigen Pflegestationen, die nicht vom Rauch betroffen waren, bewahrten Pflegekräfte und Patienten Ruhe. Das Klinikum Konstanz verfügt insgesamt über rund 400 Betten. Im betroffenen Haupthaus befinden sich 240 Betten. Alle Patienten können weiter im Klinikum gepflegt werden.

 
„Die regelmäßigen Übungen mit der Feuerwehr haben sich bewährt. Die Zusammenarbeit war reibungslos“, bedankte sich Klinikdirektor Martin Stuke. Professor Gert Müller-Esch, Klinikdirektor Medizin, ist erleichtert, dass kein Patient verletzt worden ist. Nach einer ausführlichen Schadensbegutachtung wird die Klinikleitung entscheiden, in welchem Umfang und wo auf OP-Kapazitäten zurückgegriffen wird.

 
Die Schnelleinsatzgruppe des Malteser Hilfsdienstes und der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes standen bereit und haben auf dem Parkdeck zwei Zelte für eine möglicherweise nötige Versorgung von Patienten eingerichtet. Insgesamt waren rund 160 Hilfskräfte von Feuerwehr, Sanitätsdiensten und Polizei im Einsatz. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?