Familientragödie in Rheine


Münster / Rheine (ots) – Am Mittwochabend (3. Dezember 2008) , gegen 21:10 Uhr, fanden Polizei und Feuerwehr in Rheine eine vierköpfige türkischstämmige Familie erschossen in ihrem Haus vor.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte der 38-jährige Familienvater am Abend einige Verwandte per SMS zu seinem Haus, einer Doppelhaushälfte im Neubaugebiet von Rheine-Wadelheim bestellt. In dieser SMS kündigte er bereits „ein Unglück“ an und äußerte den Wunsch, in der Türkei beigesetzt werden zu wollen.

Die benachrichtigten Verwandten aus Rheine fuhren zu dem Haus des 38-Jährigen. Da ihnen auf Klingeln nicht geöffnet wurde, versuchten sie zunächst durch Blicke durch die Fenster in das Innere des Hauses weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Dabei sahen sie eine Person auf dem Boden liegen, öffneten darauf hin gewaltsam die Haustür und fanden die 39-jährige Ehefrau tot im Hausflur.

Über Nachbarn veranlassten die Verwandten darauf hin die Alarmierung von Polizei und Feuerwehr. Diese fanden im ersten Obergeschoss neben der Frau auch den 38-jährigen Familienvater, sowie die 7- und 15-jährigen Söhne der Familie tot vor. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Staatsanwaltschaft und eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster, verstärkt durch Polizeikräfte des Landrats Steinfurt haben die Ermittlungen aufgenommen.

Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux, der sich als Leiter der Mordkommission sehr zeitnah einen persönlichen Überblick über den Tatort verschaffte, geht davon aus, dass der 38-jährige Familienvater seine Frau und die beiden Söhne erschossen hat, bevor er sich dann selbst gerichtet hat.

Der Mann war als Sportschütze im Besitz von Waffen. Die zwei im Haus gefundenen Faustfeuerwaffen, eine Pistole und ein Revolver, Kaliber 3,57 Magnum, dürften zur Tatausführung benutzt worden sein. Eine Überprüfung steht noch aus.

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