Falscher Rettungssanitäter verurteilt


Hamm (FW) – Als Rettungssanitäter war ein 34-jähriger Hammer über ein halbes Jahr für einen Hammer Rettungsdienst im Einsatz, ohne dafür qualifiziert zu sein. Dann flog er auf. Das Gericht verurteilte ihn zu acht Monaten Haft auf Bewährung.

Erst, als sich der Chef des heute in Lünen lebenden Mannes im Juli 2009 noch einmal den Lebenslauf seines Mitarbeiters ansah, fiel der Schwindel auf. Gestern nun gab es die Quittung vor dem Amtsgericht Hamm: Wegen Urkundenfälschung wurde der falsche Sanitäter zu einer achtmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Der Angeklagte räumte die ihm gemachten Vorwürfe anstandslos ein. Schon während seiner Bundeswehrzeit als Sanitäter habe er sich die falschen Papiere zugelegt. Er „besorgte” sich das Zeugnis eines Stubengenossen und überpinselte die persönlichen Angaben mit Tippex. Weil der Mitsoldat in allen Prüfungsfächern gute Noten erhalten hatte, klappte es dann Jahre später bei seinem Arbeitgeber in Hamm.

Der Chef des Rettungsdienstes attestierte seinem Ex-Mitarbeiter gestern auch eine tadellose Arbeit. Durch sein Wirken sei kein Patient in gesundheitliche Schwierigkeiten geraten. Überwiegend habe sich seine Tätigkeit aber auf das Ausrichten von Erste-Hilfe-Kursen – beispielsweise für Fahrschüler – beschränkt. Trotzdem hätte sich der Mann höchstens als Rettungshelfer ausgeben dürfen.

(Quelle: Feuerwehr Hamm)

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