Falck fordert neue Ausschreibung in Tirol


Innsbruck (pm) – Geht es nach dem Rettungsdienstunternehmen Falck Österreich, muss der Rettungsdienst in Tirol neu ausgeschrieben werden. Dies geht aus einer Presseinformation hervor, die von Falck heute erschickt wurde. Das Unternehmen führt finanzielle und juristische Gründe für seine Forderung an.

Medienberichten zufolge sollen sich die zu erwartenden Mehrkosten im bodengebundenen Tiroler Rettungsdienst auf über sechs Millionen Euro belaufen. Dieses Defizit sei nach Auffassung von Falck Österreich auf den Zuschlag für ein wirtschaftlich nicht haltbares Angebot zurückzuführen. Es war im Jahre 2010 von einer Bietergemeinschaft „Rettungsdienst Tirol“, bestehend aus Rotes Kreuz Tirol, Arbeiter-Samariterbund Tirol, Johanniter Unfall Hilfe, Malteser Hospitaldienst/Bereich Tirol sowie Österreichischer Rettungsdienst, abgegeben worden. Die Bietergemeinschaft habe damals den Falck-Preis um rund zehn Millionen Euro unterboten. Das Gebot von Falck Österreich hätte nach eigenen Angaben seinerzeit 37,5 Millionen Euro betragen.

“Bereits kurz nach der Bekanntgabe zweifelte Falck Österreich GmbH mehrfach öffentlich an, dass der bodengebundene Tiroler Rettungsdienst gemäß den Anforderungen in der Ausschreibung mit diesem Budget durchführbar ist”, heißt es in einer Presseinformation, die Falck heute verbreitete. „Wir werden bei Landesrat Bernhard Tilg weiter auf Aufklärung bestehen, wie und mit welchen Geldern dieses Defizit kompensiert wird”, wird Ole Qvist Pedersen, einer der Geschäftsführer der Falck Österreich, zitiert. “Die bisherigen Antworten waren aus unserer Sicht bedauerlicherweise nicht befriedigend.”

One Response to “Falck fordert neue Ausschreibung in Tirol”

  1. dofe on Juli 3rd, 2012 11:40

    Hoffentlich gibt Falck mit seiner Forderung einer Neuausschreibung für den
    Rettungsdienst in Tirol nicht nach.

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