Erneut wurden RTH mit Laserpointern attackiert


Luxemburg/Wilhelmshaven (rd.de) – Erneut sind Rettungshubschrauber während des Fluges von Unbekannten mit Laserpointern attackiert worden. Beide Zwischenfälle ereigneten sich am vergangenen Wochenende.

Wie Luxembourg Air Rescue (LAR) mitteilte, führte eines seiner Teams in der Nacht zu Sonntag einen Verlegungsflug von Luxemburg nach Aachen durch. Als sich das Team auf dem Rückflug gegen 22 Uhr über der luxemburgischen Ortschaft Haller befand, wurde der Hubschrauber plötzlich von einem Laserpointer angestrahlt. Es blitzte zunächst nur einmal in der Kabine, kurz darauf erlebte die Besatzung ein regelrechtes Blitzlichtgewitter.

Der Pilot versuchte, dem Strahl auszuweichen, der Hubschrauber wurde vom Laserpointer aber verfolgt. Das hierdurch ausgelöste Blitzlichtgewitter gefährdete nicht nur die Flugsicherheit, sondern auch die Gesundheit der Besatzung. Laserpointer können eine starke Schädigung der Augen herbeiführen, besonders bei Einsatz eines Nachtsichtsgerätes, welches das Licht um ein Vielfaches verstärkt.

„Glücklicherweise befand sich der Rettungshubschrauber in einer relativ hohen Flughöhe. Aus diesem Grund kam es zu keiner direkten Gefährdung. Hätte man den Hubschrauberpiloten allerdings während eines Landeanfluges geblendet, dann hätte dieses Blitzlichtgewitter durchaus zu einem schweren Unglück führen können“, so der Accountable Manager der LAR, René Closter, über den Zwischenfall.

Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen wurde auch der in Sande bei Wilhelmshaven stationierte „Christoph 26“ von einem Laserstrahl getroffen. Auch hier kam die Besatzung ohne gesundheitliche Schäden davon. Der oder die Täter konnten nicht ermittelt werden.

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