Erneut einsatzreiches Wochenende für Wasserretter


Bremen (rd.de) – Bei sommerlichen Temperaturen und mitten in der Ferienzeit hatten Wasserretter in ganz Deutschland erneut ein einsatzreiches Wochenende. Auch Kinder waren betroffen.

So waren ein 14-jähriger Junge und sein Vater am Sonntag (28.07.2013) in einen Strudel im Weißbach bei Schneizlreuth (Kreis Berchtesgadener Land) geraten. Der Sohn war zeitweise unter einem Stein eingeschlossen. Als der 51-Jährige seinem Kind helfen wollte, ging er ebenfalls unter.

Die Bergwacht Bad Reichenhall sowie die Schnell-Einsatz-Gruppen der Wasserwacht aus Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing rückten an. Außerdem kamen eine Canyon-Rettungsgruppe von Berg- und Wasserwacht sowie eine Tauchergruppe der freiwilligen Feuerwehr zum Einsatz.

Die beiden Personen konnten sich selbst ans Ufer retten, waren aber erschöpft und unterkühlt zusammengebrochen. Die Einsatzkräfte forderten den Polizeihubschrauber „Edelweiß 7“ an, der die beiden Verletzten nach notärztlicher Versorgung in Krankenhäuser flog. Hierzu wurden sie per Winde in den Hubschrauber geholt und einzeln in Kliniken geflogen.

Dreijähriger reanimiert

Ebenfalls glimpflich ging ein Unfall in München aus: Am Sonntag bemerkte ein Schwimmmeister einen leblosen Jungen am Grund eines Nichtschwimmerbeckens. Sofort rettete er das Kind aus dem Wasser und begann mit der Reanimation. Die Maßnahme war primär erfolgreich, beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte war der Dreijährige wieder ansprechbar. Eine RTW-Besatzung brachte ihn in eine Kinderklinik.

Am Abend mussten Einsatzkräfte der Feuerwehr München einen Mann aus der Isar retten. Er wollte von einer Wehranlage eine drei Meter hohe Wand zur Corneliusbrücke erklimmen. Dabei fiel er in den Fluss. Einer seiner Mitstreiter sicherte ihn bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte mit einem Rettungsring.

Rettungskräfte versorgten den Mann, nachdem ihn Feuerwehrleute aus dem Wasser retteten. Mit Vakuummatratze und Schleifkorbtrage hob man den 31-Jährigen auf die Brücke. Danach kam er in ein Krankenhaus.

In Hamburg wurde am Samstag (27.07.2013) ein Schwimmer gegen 23 Uhr in einem See vermisst. Die Feuerwehr rückte mit insgesamt 70 Einsatzkräften an, suchte das Gewässer mit Tauchern, Hunden und Booten ab. Auch am nächsten Tag konnten Helfer den Mann nicht finden.

Bei Wuppertal mussten ebenfalls am Samstag zwei Personen von einer Insel gerettet werden. Sie waren am Mittag zusammen mit weiteren Schwimmern vor einem aufziehenden Gewitter aus der Wuppertalsperre auf eine Insel geflüchtet. Die beiden konnten allerdings nicht aus eigener Kraft zurück zum Ufer.

Einsatzkräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) retteten die Personen von der Insel. Sie wurden ambulant behandelt. Die DLRG suchte mit einem Rettungsboot außerdem das Ufer der Talsperre ab, fand aber keine weiteren Personen.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?