Düsseldorf: Retter freigesprochen


Düsseldorf (rd.de) – Zwei Rettungskräfte des ASB Düsseldorf wurden am Mittwoch (18.09.2013) vom Amtsgericht Düsseldorf freigesprochen. Ihnen war fahrlässige Tötung durch Unterlassen vorgeworfen worden. Das Gericht entschied „im Zweifel für die Angeklagten“, heißt es.

Die beiden Rettungskräfte waren zu einer Person mit Verdacht auf Medikamentenvergiftung alarmiert worden. EKG, Atmung und Puls seien unauffällig gewesen. Der Mann habe im Gespräch mit den Einsatzkräften angegeben, zehn Tabletten Opipramol über den Tag verteilt eingenommen zu haben.

Den Transport in ein Krankenhaus lehnte der Patient ab. Später starb er an einer Überdosis des Psychopharmakas – es stellte sich heraus, dass er rund 70 Tabletten eingenommen hatte. Unklar ist, ob er diese Menge bereits konsumiert hatte, als die RTW-Besatzung vor Ort war.

Schlussendlich entschied Richter Marcel Dué im Zweifel für die zwei Angeklagten. Sie könnten schließlich niemanden zur Behandlung zwingen. Eine Verantwortung für den Tod des Mannes sei den Rettern nicht nachzuweisen, bestätigte Dué auf Nachfrage von rettungsdienst.de.

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