DRK-Bergretter starten in neue Skiwacht-Saison


Dresden (pm) – Mit ca. 60.000 Einsatzstunden waren die DRK Bergwächter in den vergangenen 12 Monaten stark gefordert, sowohl im Bereich der klassischen Felsrettung (58 Einsätze), bei Sucheinsätzen (2), Totenbergungen (4) oder Skiwacht-Einsätzen (569). Für die jetzt beginnende Skisaison wird ein neues Ortungssystem angeboten.

Über ein Einsatz der Saison beim Erdrutsch in Nachterstedt am 18.07.2009 berichtete Landesleiter Hans-Peter Horna gestern bei einer Pressekonferenz im Sächsischen Landtag: „Das DRK in Sachsen erreichte ein Amtshilfeersuchen aus Sachsen-Anhalt, in dessen Folge drei Tage lang eine Katastrophenschutz-Bergrettungsgruppe aus Oberwiesenthal vor Ort im Einsatz war. In diesen drei Tagen begleiteten die ehrenamtlichen Bergretter die kurze, vorübergehende Rückkehr der Bewohner in ihre Häuser.“ Seither unterstützt die Bergwacht unter Beteiligung sächsischer Bergretter bis Weihnachten 2009 die Absicherung von Geologen, Bergbauspezialisten und Strafermittlungsbehörden im gesperrten Gelände.

Ein weiteres Szenario: Während eines Familienausflugs im Polenztal am Karfreitag 2009 folgten Kinder einem schwachen Pfad bergab, sprangen eine Felsstufe hinab und saßen auf einem Felsabsatz fest. Wanderer hörten deren Hilferufe und alarmierten den Notruf. Die Leitstelle des Rettungsdienstes alarmierte nach ersten Erkenntnissen über die Sachlage die DRK-Bergwacht. Die ehrenamtlichen Spezialisten konnten die Kinder kurz vor Dunkelheit mit spezieller Kletterausrüstung im Hängesitz abseilen und der Mutter übergeben.

Neu : GPS-Ortung für Bergwanderer

Für die neue Skisaison bieten die DRK-Bergretter in Sachen und Sachsen Anhalt ein neues GPS-gestütztes Ortungs-und Notrufsystem an. Damit sollen ungenaue Ortsangaben, die für Verzögerungen bei den Rettungseinsätzen sorgen, der Vergangenheit angehören. Kletterer und Bergwanderer, so meldet der Mitteldeutsche Rundfunk,  können das System beim DRK für 44 Euro pro Monat mieten.

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