Drei Tote bei Unfall auf der A7


Kürnach (Pol) – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A 7 sind am Sonntagnachmittag drei Menschen ums Leben gekommen. Sechs weitere Personen erlitten zum Teil schwere bzw. lebensgefährliche Verletzungen. Vermutlich hat ein geplatzter Reifen zu dem Unfall geführt. Die A 7 war zwischen dem Autobahnkreuz Biebelried und der Anschlussstelle Würzburg-Estenfeld in beiden Richtungen komplett gesperrt.Gegen 14:45 Uhr war ein mit einem Ehepaar aus Österreich besetzter Kleintransporter mit Anhänger in Richtung Ulm unterwegs. Etwa drei Kilometer nach der Anschlussstelle Estenfeld verlor der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug und durchbrach die Mittelleitplanke, die auf ca. 30 Metern niedergewalzt wurde.

Auf der Gegenfahrbahn kam es dann zu einem folgenschweren Zusammenstoß mit einem Pkw der Marke Citroen aus Bremerhaven, in dem der Fahrer (56) und eine Frau auf dem Rücksitz sofort getötet wurden. Eine weitere Insassin verstarb im Laufe des Nachmittags im Krankenhaus. Der einzige Überlebende in diesem Auto erlitt schwere Verletzungen.

Der Kleintransporter stieß unmittelbar danach mit einem BMW aus dem Raum München zusammen, in dem der Mann am Steuer lebensgefährlich verletzt wurde. Die Beifahrerin kam mit leichteren Verletzungen davon. Ein drittes Auto wurde durch umherfliegende Fahrzeugteile beschädigt. Die Fahrerin erlitt einen Schock.

Der zu einem Wohnmobil umgebaute Kleintransporter war nach den Zusammenstößen noch etwa 100 Meter quasi als Geisterfahrer auf der Gegenfahrbahn unterwegs, bevor er von der A 7 abkam und eine Böschung hinunterfuhr. Die beiden Insassen erlitten leichtere Verletzungen.

Die Rettungsleitstelle hatte 20 Fahrzeuge, einen Hubschrauber, fünf Notärzte und fünf Notfallseelsorger sowie das Technische Hilfswerk im Einsatz. Auf Seiten der Feuerwehr waren knapp über 80 Mann vor Ort.

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