DLRG Niedersachsen erweitert Erste-Hilfe-Programm


Bad Zwischenahn/Bad Nenndorf (DLRG) – Die Technische Leitung des Landesverbandes Niedersachsen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hatte die Technischen Leiter für Ausbildung und Einsatz zu ihrer jährlichen Klausurtagung nach Bad Zwischenahn in die Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitskammer Bremen eingeladen.

Die Gastgeber, der Technische Leiter Einsatz, Ewald Freese aus Bad Zwischenahn, und der Technische Leiter Ausbildung, Reinhard Meffert aus Hannover, besprachen vergangenes Wochenende zukunftsweisende Themen mit den Technischen Leitern aus den 18 DLRG-Bezirken Niedersachsens.

In Arbeitskreisen ging es hierbei auch um eine Systematisierung und Verbesserung der Aus- und Fortbildung sowie um Programminhalte für die „Generation 50 +“.

Besondere Neuerungen gibt es im Bereich der Ersten-Hilfe-Ausbildung: Die DLRG Niedersachsen wird voraussichtlich ab dem Jahr 2010 Führerscheinbewerber in der Ersten Hilfe ausbilden dürfen, so wie die anderen Hilfsorganisationen (DRK, MHD, JUH, ASB) dies bereits seit Jahren tun. Weiterhin wird die DLRG im kommenden Jahr Lehrgänge in der medizinischen Erstversorgung für Jugendliche der Klassen 6  – 10 mit Selbsthilfeinhalten anbieten.

Die DLRG Niedersachsen wird sich auch weiterhin um eine Novellierung des niedersächsischen Katastrophenschutzgesetzes bemühen. Wunsch der DLRG ist es, die Wasserrettung als eigenständigen Fachdienst aufzunehmen.

Nicht nur die Feuerwehren haben Probleme mit der neuen Führerscheinverordnung, sondern auch die Katastrophenschutzeinheiten der DLRG: Junge ehrenamtliche Helfer können bestimmte Fahrzeuge nicht mehr führen. Bei der DLRG geht es darüber hinaus nicht nur um Lkw bis 7,5 Tonnen, sondern um Fahrzeuge wie beispielsweise Bootstrailer bis zwei Tonnen.

Die DLRG wünscht sich hier eine Ausnahmeregelung zur verbandsinternen Schulung zum Erwerb der Fahrerlaubnis mit Anhänger für junge ehrenamtliche Rettungsschwimmer. Die Initiative des Niedersächsischen Innenministers, Uwe Schünemann, zur schnellen Umsetzung des so genannten „Feuerwehrführerscheins“ wird in diesem Zusammenhang durch die Hilfsorganisation besonders begrüßt, so DLRG-Landeseinsatzleiter Kurt Meyer-Bergmann.

Der Erwerb der Ausbildungsberechtigung der DLRG, der so genannte Lehrschein, soll für bestimmte Berufsgruppen vereinfacht werden. Hierzu zählen die uniformierten Verbände wie Bundespolizei, Landespolizei und Bundeswehr sowie das Bäderpersonal und die Lehrerschaft.

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