Dialyse: Gefahren auf dem Rücktransport


Bremen (rd_de) – Eine Dialyse ist in der Regel erforderlich, wenn sich die Nierenfunktion nicht mehr durch Diuretika kompensieren lässt. In der Regel sucht der Patient hierfür ein spezielles Zentrum auf. Während des Rücktransports müssen Rettungskräfte mit gesundheitlichen Problemen ihres Patienten rechnen.

Entscheidend ist immer nach jeder Dialyse: Wie geht es dem Patienten? Das lässt sich einfach feststellen, indem der Betroffene gefragt wird.

Bei Unklarheiten sollte der Rücktransport von der Dialyse zurück nach Hause erst nach Rücksprache mit dem Dialysezentrum erfolgen. Mögliche Komplikationen nach erfolgter Dialyse können Blutungen, Infektionen oder auch Thrombosen am Shunt sein.

Durch eine zu hohe Entnahme von Wasser kann der Patient kreislaufhypoton und kollaptisch sein. Eine einfache Blutdruckmessung ist hier wichtig, um eine Hypotonie auszuschließen. Muskelkrämpfe können durch Elektrolytverschiebungen auftreten. Wird Harnstoff zu schnell entzogen, sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Krampfanfälle möglich.

Als langfristige Schäden können Gewichtsverlust, Polyneuropathie, Thrombosen durch eine Allergie auf Heparin, Aluminiumablagerungen im Gehirn mit Demenzgefahr und auch psychische Probleme auftreten.

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(Text: Dr. Gerald Bandemer, Anästhesist und Notarzt; Symbolfoto: Markus Brändli; 13.06.2017)

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