Deutsche Rettungskräfte nach Dänemark alarmiert


Harrislee/Tondern (ots) – Der in Niebüll stationierte Rettungshubschrauber Christoph Europa 5, wurde gestern zu einem Großfeuer nach Dänemark gerufen. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit verlief ohne Probleme.

Nachdem der Rettungshubschrauber um 08.57 Uhr durch die Leitstelle Nord in Harrislee alarmiert wurde, traf die Besatzung bereits 9 Minuten später an der Einsatzstelle ein.  Im dänischen Ort Tondern brannte es in einem Aluminium-verarbeitenden Betrieb. Vermutlich ist es in der Lüftungsanlage zu einem Brand der Isolierung gekommen, bei dem große Mengen giftigen Rauchgase freigesetzt wurden. Insgesamt 12 Personen klagten über Atemwegsreizungen und Atembeschwerden. Aufgrund der kurzen Anflugzeit vom Rettungshubschrauber konnten alle Patienten sehr schnell notärztlich versorgt werden.

Bei allen Personen wurde eine Rauchgasvergiftung festgestellt, die eine weitere Behandlung in einem Krankenhaus erforderte. Die Einsatzkräfte der dänischen Rettungsorganisation Falck und ein aus Niebüll kommender Rettungswagen aus dem Kreis Nordfriesland verbrachten die Patienten in die Krankenhäuser nach Apenrade und Sonderburg. Ein Patient wurde durch den Rettungshubschrauber Christoph Europa 5 in das Krankenhaus nach Sonderburg transportiert.

Besonders die sehr gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit der beteiligten Rettungsdienstorganisation Falck, der DRF Luftrettung und der Leitstelle Nord in Harrislee haben dazu beigetragen, dass die Verletzten zeitnah in geeignete Krankenhäuser transportiert werden konnten. Gelobt wurde das dänische AMK System, mit dem ein schneller Überblick über geeignete Krankenhäuser in Dänemark gewährleistet wurde.

Die Disponenten der Rettungsdienstleitstelle im dänischen Odense erhalten mit der Hilfe einer Software einen direkten Einblick in die zur Verfügung stehenden Aufnahmekapazitäten der dänischen Krankenhäuser. Dieses System wird in Kürze, durch die Region Syddanmark, auch der Leitstelle Nord in Harrislee zur Verfügung gestellt, um bei größeren Schadensfällen schnellstmöglich geeignete Krankenhäuser mit einer entsprechenden Aufnahmekapazität finden zu können.

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