Crashrettung auf der A9


Lauf (FF) – Am Sonntag ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn A9 kurz vor der Anschlussstelle Lauf/Röthenbach.

Am frühen Morgen befuhr ein 59-jähriger Fahrzeuglenker mit einem Pkw die A9 in Fahrtrichtung Berlin. Kurz vor der Anschlussstelle Lauf-Süd querte ein größeres Tier die Fahrbahn. Beim Versuch, dem Hindernis auszuweichen, geriet das Fahrzeug ins Schleudern, kam nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte dort gegen ein Verkehrsschild, fuhr über eine Betoneinfassung und überschlug sich, nachdem der Pkw zuvor noch eine Böschung hinaufgefahren war. Nach diesem Aufprall wurde der Beifahrer im Fahrzeug eingeklemmt.

Nachdem sich die Unfallstelle noch vor der Ausfahrt Lauf/Süd befand, veranlasste man die Nachalarmieriung der Feuerwehr Röthenbach. An der Einsatzstelle war der Rettungsdienst bereits mit der Versorgung des Verletzten beschäftigt. In Absprache mit dem Rettungsdienst stabilisierten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Röthenbach das Fahrzeug gegen ein Umkippen. Die Kräfte aus Lauf bereiteten die technische Rettung vor.

Da sich der Gesundheitszustand des Patienten zunehmend verschlechterte, entschied man die technische Rettung vorzuziehen. Dazu arbeiteten beide Wehren parallel mit zwei Rettungssätzen. Sie schnitten auf der Beifahrerseite die Holme durch und entfernten die unbeschädigte Frontscheibe. Danach konnte einfach das Dach zu Boden gedrückt werden. Der Verletzte konnte nun mit einem Spineboard aus seiner misslichen Lage befreit werden.

Während der Rettungsarbeiten blieb die rechte Fahrspur für den Durchgangsverkehr gesperrt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Die Zusammenarbeit von Rettungsdienst und der beiden Feuerwehren lief Hand in Hand und ermöglichte so eine schonende und schnelle Rettung.

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